Wortliste
Struktur
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Semantik 
1. ›Unabhängigkeit, Unbedingtheit, Ungebundenheit; Nichtbeeinträchtigtsein von etw. (u. a. von Nöten, Bedrängnissen); Unbeschränktheit, Möglichkeit des ungehinderten Wirkens, der unbeeinträchtigten Entfaltung; uneingeschränkte Verfügbarkeit‹.
2. ›Erlösung im christlichen Sinne, Versöhntheit des Menschen mit Gott durch die Erlösungstat Christi‹.
3. ›Bewegungsfreiheit, Nichtbestehen von Einschränkungen bezüglich der selbstbestimmten Bewegung bzw. Ortsveränderung‹.
4. ›Fehlen gesetzlicher Vorschriften oder der Durchsetzung derselben in der Gesellschaft, Gesetzlosigkeit, soziale Unordnung, Anarchie; Fehlen oder (konsensuelles oder in einseitiger Anmaßung begründetes) Außerkraftgesetztsein von Konventionen‹.
5. ›Entscheidungs- und Handlungsfreiheit, Möglichkeit, etw. selbstbestimmt, dem eigenen Willen folgend, ungehindert von Verpflichtungen zu tun; Muße, Freizeit‹, insbesondere ›Entscheidungsspielraum in Fragen der künstle­ri­schen Produktion, des Geschmacks‹ aufgrund des Nichtbestehens oder Ignorierens ästhetischer Regeln.
6. ›bürgerliche, politische Freiheit, Bürgerrechte, Grundrechte, Recht auf Unversehrtheit und von Staats­seite bzw. geltenden gesellschaftlichen Ordnungen nicht behinderte Entfaltung der Person, politische Be­teiligung, ungehinderten Wettbewerb usw.‹.
7. ›politische Unabhängigkeit, Autonomie, Selbstverwaltung‹ von Staaten, Gemeinwesen.
8. ›Privileg, (Vor-)Recht im juristischen Sinne (als Befugnis und/oder als Nichtbetroffensein von einer gesetzlichen oder obrigkeitlichen Verpflichtung, einer Steuer, Zensur o. Ä.), Gnade, Vergünstigung‹, auch ›Gesamtheit von einer Person oder Personengruppe verliehenen Privilegien‹.
9. ›explizit erteilte, stillschweigend eingeräumte oder selbstgegebene Erlaubnis zu einer bestimmten (konventionell unstatthaften) Handlung‹, speziell ›Lizenz, gegebene oder angenommene Berechtigung, gegen sprachliche, poetische, künstlerische, auch editorische Regeln zu verstoßen‹.
10. ›subjektives Prinzip im Menschen (im Gegensatz zur Objektivität), Bewusstheit, Absicht, Bewusstseinsfähigkeit, Intelligenz, Vernunft, Naturenthobenheit, Selbstbestimmtheit, Fähigkeit zum abstrakten Denken, Fähigkeit, sich von der Befangenheit in der eigenen Leiblichkeit, Sinnlichkeit, Emotionalität zu lösen und willkürlich, vernünftig, moralisch, nach Grundsätzen zu handeln; Vermögen ebenso wie Zustand des individuellen, den Notwendigkeiten der sinnlichen Natur nicht unterworfenen Menschen, der im Stande ist, den Zufälligkeiten des Schicksals einen sittlichen Entschluss entgegenzusetzen und sich durch einen solchen ggf. seinem Schicksal zu unterwerfen‹; da die geistigen Vermögen im Deutschen Idealismus als aktive Kräfte konzipiert sind, auch ›selbsttätiges Prinzip; Akt der reinen Vernunft; transzendentaler Erkenntnisakt‹; im Übergang vom transzendentalen zum absoluten Idealismus auch ›absoluter Erkenntnisakt‹.
11. ›Zweckfreiheit, Selbstzweckhaftigkeit‹.
12. ›Zufälligkeit, Kontingenz; Arbitrarität, Qualität einer frei, willkürlich, unabhängig von Naturnotwendigkeiten hervorgebrachten Größe‹.
13. ›Ungezwungenheit, Unbefangenheit, Leichtigkeit, Lockerheit, Natürlichkeit, Unverstelltheit; Mühelosigkeit der Beherrschung einer Technik oder Methode‹.
14. ›Liberalität, Urbanität, Weltoffenheit, Toleranz; Freigebigkeit, Großzügigkeit in finanziellen Dingen‹.
15. ›Libertinage, Freizügigkeit; Neigung, gegen bestehende soziale Regeln oder auch solche der Kunst oder der wissenschaftlichen Methode zu verstoßen‹.
16. ›rechtlich privilegierte Ortschaft, Ansiedlung‹; auch ›Ort, an dem Asyl gilt, Schutzort, heiliger Ort‹.
17. ›gegen herrschende Normerwartungen verstoßende, ihnen (z. B. in moralischer, konventioneller oder sexueller Hinsicht) nicht entsprechende Handlung‹, speziell ›Handlung, Verfahrensweise, die nicht lege artis ist‹, sowie ›(gerechtfertigter oder für gerechtfertigt gehaltener) ästhetischer Regelverstoß‹.
18. römische Göttin ›Libertas‹, auch Allegorie der liberty im nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg sowie der liberté in der französischen Revolution.
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