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Belege 
[1] A. F. Bernhardi, Sprachlehre II (1803), 64: Es erhellt [...] ganz deutlich, daß die Dichtersprache doch nur Organ[1], obgleich nothwendiges der Poesie, nicht sie selbst sei, daß die Sprache[4] daher allerdings einen sehr hohen Werth habe, aber immer eine Nebensache, und der poetischen[4] Idee unterworfen sei. Wenn daher manche die Sprache[4] und deren Correktheit, das heißt in der Poesie, die Uebereinstimmung mit der sanctionirten Dichtersprache zur Hauptsache erhoben, und Licenzen als ⟨65⟩ Sprachfehler behandelt haben, so beruht dies auf einer unrichtigen Ansicht der Dichtkunst. Volltext

[2] Heine, Romant. Schule (1836), 58: Voß hatte schon vor Entstehung der neuen[6] Schule den Homer übersetzt, jetzt übersetzte er, mit unerhörtem Fleiß, auch die übrigen heidnischen Dichter des Alterthums[4]; während Herr A. W. Schlegel die christlichen Dichter der romantisch[10] katholischen Zeit[3] übersetzte. Beider Arbeiten wurden bestimmt durch die versteckt polemische Absicht: Voß wollte die klassische[7] Poesie und Denkweise durch seine Uebersetzungen befördern; während Herr A. W. Schlegel die christlich-romantischen[10] Dichter in guten Uebersetzungen dem Publikum[2], ⟨59⟩ zur Nachahmung und Bildung[2], zugänglich machen wollte. Volltext

[3] Novalis, an A. W. Schlegel (30. 11. 1797), NS 4, 237: Übersetzen ist so gut dichten, als eigne Wercke zu stande bringen – und schwerer, seltner. | Am Ende ist alle Poësie Übersetzung. Ich bin überzeugt, daß der deutsche Shakespeare jezt besser, als der Englische ist.

[4] Schelling, Meth. ak. Stud. (1803), SW I, 5, 344: Wissenschaft der Kunst[2] kann vorerst die historische Construktion derselben bedeuten. In diesem Sinne[1] fordert sie als äußere Bedingung nothwendig unmittelbare Anschauung der vorhandenen Denkmäler. Da diese in Ansehung der Werke der Dichtkunst allgemein möglich ist, wird auch jene in der angegebenen Beziehung, als Philologie, ausdrücklich unter die Gegenstände des akademischen Vertrags gezählt. Demungeachtet wird auf Universitäten nichts seltener gelehrt als Philologie in dem zuvor bestimmten Sinne[1], welches nicht zu verwundern, da jene ebenso sehr Kunst[2] ist wie die Poesie, und der Philologe nicht minder als der Dichter geboren wird.

[5] A. W. Schlegel, Shksp. W. Meist. (1796), 98: Ich bemerke hier zuerst, daß alle Poesie mehr oder ⟨99⟩ weniger nach den Gattungen Ansprüche darauf macht, für eine zwar ungewöhnliche, aber doch schnelle, ungetheilte, ununterbrochne Eingebung, nicht für eine allmählige Hervorbringung gehalten zu werden; daß die letzte und nicht die leichteste Kunst[6] des Dichters darin besteht, alle Kunst[13] zu verbergen, und über das tiefste Studium, die sorgsamste Wahl den Anstand ungezwungner Leichtigkeit zu verbreiten, als hätte er alles nur so eben hingegossen. Volltext

[6] A. F. Bernhardi, Sprachlehre II (1803), 48.

[7] Börne, Brf. Paris I (1832), SS 3, 51.

[8] Brentano, Godwi (1801), SWB 16, 359.

[9] F. de la Motte Fouqué, an A. W. Schlegel (15. 2. 1807), KJ 1, 382.

[10] v. d. Hagen, Vorr. Lit. Grdriß (1812), V.

[11] Heine, Romant. Schule (1836), 72.

[12] Heine, Romant. Schule (1836), 164.

[13] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. IV (1835), 207.

[14] Jean Paul, Vorsch. Ästh. I (1804), 93 f..

[15] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 57 f. (58).

[16] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 121.

[17] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 214.

[18] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 226.

[19] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 99.

[20] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 470.

[21] Schiller, Naiv. u. sent. Dicht. II (1795), 31.

[22] Schiller, Ästh. Erzieh. (1795), NA 20, 321.

[23] Schiller, Schem. Dilett. (*1799), NA 21, Anh. [8], Sp. 4, 35.

[24] Schiller, an Chr. G. Körner (3. 7. 1800), NA 30, 168.

[25] Schiller, Chor. Trag. (1803), VIII.

[26] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. I (!1801–02), KAV 1, 419.

[27] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. II (!1802–03), KAV 1, 545.

[28] A. W. Schlegel, Geist d. Zeitalt. (1803), Eur. 2, 45.

[29] A. W. Schlegel, Geist d. Zeitalt. (1803), Eur. 2, 80.

[30] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. III (!1803–04), KAV 2.1, 63.

[31] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. III (!1803–04), KAV 2.1, 148.

[32] A. W. Schlegel, Vorles. üb. Enz. (!1803–04), 273.

[33] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. I (21817), 3 f..

[34] F. Schlegel, Fragm. Litt. u. Poes. (*1797), KFSA 16, 90, Nr. 65.

[35] F. Schlegel, Fragm. Litt. u. Poes. (*1797), KFSA 16, 93, Nr. 96.

[36] F. Schlegel, Fragm. Litt. u. Poes. (*1797), KFSA 16, 104, Nr. 230.

[37] F. Schlegel, Lyc.-Fragm. (1797), 166, Nr. 120.

[38] F. Schlegel, Stud. Grch. Poes. (*1795; 1797), 248.

[39] F. Schlegel, Gespr. Poes. (1800), 179 ff. (181).

[40] F. Schlegel, Less. Ged. u. Mein. I (1804), 31.

[41] Schleiermacher, Brf. Lucind. (1800), 1 f. (2).

[42] R. Schumann, Tageb. (*1827), I, 77.

[43] L. Tieck, Vorr. Minnelied. (1803), VI (1).

[44] L. Tieck, Vorr. Minnelied. (1803), VI (2).

[45] L. Tieck, Vorr. Minnelied. (1803), 493 f. (494).

[46] Wienbarg, Aesth. Feldzg. (1834), 92.














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