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Semantik 
4. ›Abhandlung, Studie, in der ein Gegenstand hinsichtlich seiner Möglichkeiten und Grenzen untersucht wird‹; Metonymie zu 1. Insbesondere sind philosophische Abhandlungen gemeint; faktisch wird (in den drei kantischen Kritiken bzw. nach ihrem Vorbild) der menschliche Denk- und Erkenntnisapparat bzw. seine Anwendung thematisiert [3, 4, 5, 8, 9, 11, 12, 13, 14, 18, 19, 21, 22].
Belege 
[1] Goethe, an J. D. Salzmann (6. 3. 1773), WA IV, 2, 66: Die Comödien belangend [...] hier keine Critik, sondern nur die Seite von der ich's ansehe.

[2] Kant, Prlgm. (1783), 160: [I]ch habe [...] nichts weiter über die Anmaßungen der transscendentalen Theologie zu erinnern, da das, was die Critik [der reinen Vernunft] hierüber sagt, faßlich, einleuchtend und entscheidend ist.

[3] Kant, Crit. rein. Vern. (
2
1787), XXII f.: In jenem Versuche, das bisherige Verfahren der Metaphysik umzuändern, und dadurch, daß wir nach dem Beyspiele der Geometer und Naturforscher eine gänzliche Revolution mit derselben vornehmen, besteht nun das Geschäffte dieser Critik der reinen speculativen Vernunft. Sie ist ein Tractat von der Methode, nicht ein System der Wissenschaft selbst; aber sie verzeichnet gleichwol den ganzen Umriß derselben, so wohl in Ansehung ihrer Grenzen, als auch ⟨XXIII⟩ den ganzen inneren Gliederbau derselben.

[4] Kant, Crit. pract. Vern. (1788), 3: Warum diese Critik nicht eine Critik der reinen practischen, sondern schlechthin der practischen Vernunft überhaupt betitelt wird, obgleich der Parallelism derselben mit der speculativen das erstere zu erfodern scheint, darüber giebt diese Abhandlung hinreichenden Aufschluß.

[5] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (
!
1798–99), KAV 1, 176 (2): Die Kritik d.[er] r.[einen] V.[ernunft] frägt, wie synthetische Urteile möglich sind.

[6] A. F. Bernhardi, Anfangsgr. d. Sprw. (1805), VI f. (VII).

[7] A. F. Bernhardi, Anfangsgr. d. Sprw. (1805), IX.

[8] Brockhaus, Conv.-Lex. I (1809), 21.

[9] Fichte, Krit. all. Offenb. (1792), SW 5, 63.

[10] Goethe, an Chr. G. Voigt (21. 6. 1798), WA IV, 13, 189.

[11] Goethe, an W. v. Humboldt (16. 9. 1799), WA IV, 14, 180.

[12] Kant, Crit. rein. Vern. (
2
1787), XXV f. (XXVI).

[13] Kant, Crit. rein. Vern. (!1787), 740.

[14] Kant, Crit. pract. Vern. (1788), 16, Anm..

[15] Kant, Crit. d. Urtheilskr. (1790), XLVIII f..

[16] Schelling, Weltseele (1798), 136.

[17] Schelling, Notizenbl. III (1802), 86.

[18] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (
!
1798–99), KAV 1, 176 (1).

[19] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (
!
1798–99), KAV 1, 177.

[20] A. W. Schlegel, Vorles. üb. Enz. (!1803–04), 51.

[21] A. W. Schlegel, Vorles. üb. Enz. (
!
1803–04), 51 f..

[22] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. I (1809), 113.














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