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ironisch
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Kritik
Ohr
progressiv
romantisch
Stimme
Tier
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Struktur
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Semantik
6.
›romanhaft oder -würdig‹ mit Betonung der semantischen Aspekte ›galant, amourös, erotisch; zu einem Liebesabenteuer reizend, zu einem solchen gehörend oder geeignet; in Liebesdingen; wie im Liebesroman oder -drama‹, auch ›emotional, leidenschaftlich‹ [6, 15]; metaphorosem ⦿ zu 1, offen zu 2 und 8.
Belege
[1]
Brentano, Mehr. Wehmüller (1817), 666: Als sie sich der Gesellschaft empfahlen, bot Devillier der Zofe seine Begleitung an; sie sagte aber: ich danke, ich möchte das werthe Andenken an die unbeschreibliche Mitidika nicht stören; damit machte sie einen höhnischen Knicks und verließ die Stube mit Lindpeindler, der diese Nacht als eine der romantischsten seines Lebens pries.
[2] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 255: Zwar erwarteten sie täglich den Baron Manfred auf dem Schloß, den sie insgeheim zu Juanna's Bräutigam ausersehen. Dennoch konnten sie's nicht lassen, die interessante[1] Genialität einer so romantischen Maskerade um so leichtsinniger zu begünstigen, da im schlimmsten Falle Victor noch immer als eine bessere Partie 〈256〉 für die unbemittelte Gräfin erschien, als der etwas unscheinbare Manfred.
[3] Musäus, Volksmärchen (1782–86), 151: Seine erste Sorge war, sich in ein romantisches Gewand zu werfen, um seinen Plan auszuführen und die schöne[10] Königin [...] zu beschleichen. Er kleidete sich in himmelblauen Atlas mit rosenfarbenen Unterkleidern, in Form eines arkadischen Schäfers, der in einem Maskensaal seine Herde weidet, parfümierte sich durchaus und trat [...] in der Königin Gemach, zur Zeit ihrer Sieste.
[4] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 33 f. (34): Die Höhle war trocken und mit reinlichem Moose bewachsen. Der Jüngling zündete schnell ein Feuer von Reisern und Moos an, woran sie sich trocknen konnten, und die beyden Liebenden sahen sich nun auf eine wunderbare Weise von der Welt entfernt, aus einem gefahrvollen Zustande gerettet, und auf einem bequemen, warmen Lager allein nebeneinander. [...] Die Laute hatte der Jüngling mitgenommen, und sie gewährte ihnen jetzt eine aufheiternde und beruhigende Unterhaltung bey dem knisternden Feuer. Eine höhere Macht [...] brachte 〈34〉 sie unter sonderbaren Umständen in diese romantische Lage.
[5] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 368 f. (369): Quel dommage qu'ayant tant de talent pour jouer ce qu'on appelle les sentimens en dehors, cet acteur exprime si foiblement les sentimens concentrées. Il est supérieur dans tous les rôles tendres et chevaleresques, mais il tombe au-dessous du médiocre dans tout ce qui exige de la force d'ame et de la profendeur [...] 〈369〉 [...] | Schade, daß dieser Schauspieler mit so viel Talent die Empfindungen, die man die heraustretenden nennt, zu spielen[2] versteht, die in sich zurückgedrängten so schwach ausdrückt. Er ist vortrefflich in allen zärtlichen und romantischen[6; 2?] Rollen, fällt aber unter das Mittelmäßige in allen denen, welche Stärke und Tiefe der Seele heischen.
[6] Brentano, Godwi I (1801), 205 f. (206).
[7] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 102 f..
[8] Frölich, Virginia I (1820), 100.
[9] Krünitz, Oecon. Encycl. XXIII (1781; 21790), 309 f. (310).
[10] Laube, Jg. Eur. I.2 (1833), 171.
[11] Mereau, N. de Lenclos (1802), 68.
[12] Novalis, an C. Schlegel (27. 2. 1799), NS 4, 279.
[13] Schiller, Ged. I (1782), NA 1, 86.
[14] Schiller, Fiesko (1783), NA 4, 101.
[15] C. Schlegel, an A. W. Schlegel (?1797), C 1, 428.
[16] F. Schlegel, Beitr. mod. Poesie (1803), 55.
[17] F. Schlegel, Gedanken (*1808–09), KFSA 19, 278, Nr. 111.
[18] L. Tieck, W. Lovell I (1795), 164.
[19] L. Tieck, W. Lovell II (1796), 138.
[20] L. Tieck, Phantasus I (1812), 117.
[2] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 255: Zwar erwarteten sie täglich den Baron Manfred auf dem Schloß, den sie insgeheim zu Juanna's Bräutigam ausersehen. Dennoch konnten sie's nicht lassen, die interessante[1] Genialität einer so romantischen Maskerade um so leichtsinniger zu begünstigen, da im schlimmsten Falle Victor noch immer als eine bessere Partie 〈256〉 für die unbemittelte Gräfin erschien, als der etwas unscheinbare Manfred.
[3] Musäus, Volksmärchen (1782–86), 151: Seine erste Sorge war, sich in ein romantisches Gewand zu werfen, um seinen Plan auszuführen und die schöne[10] Königin [...] zu beschleichen. Er kleidete sich in himmelblauen Atlas mit rosenfarbenen Unterkleidern, in Form eines arkadischen Schäfers, der in einem Maskensaal seine Herde weidet, parfümierte sich durchaus und trat [...] in der Königin Gemach, zur Zeit ihrer Sieste.
[4] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 33 f. (34): Die Höhle war trocken und mit reinlichem Moose bewachsen. Der Jüngling zündete schnell ein Feuer von Reisern und Moos an, woran sie sich trocknen konnten, und die beyden Liebenden sahen sich nun auf eine wunderbare Weise von der Welt entfernt, aus einem gefahrvollen Zustande gerettet, und auf einem bequemen, warmen Lager allein nebeneinander. [...] Die Laute hatte der Jüngling mitgenommen, und sie gewährte ihnen jetzt eine aufheiternde und beruhigende Unterhaltung bey dem knisternden Feuer. Eine höhere Macht [...] brachte 〈34〉 sie unter sonderbaren Umständen in diese romantische Lage.
[5] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 368 f. (369): Quel dommage qu'ayant tant de talent pour jouer ce qu'on appelle les sentimens en dehors, cet acteur exprime si foiblement les sentimens concentrées. Il est supérieur dans tous les rôles tendres et chevaleresques, mais il tombe au-dessous du médiocre dans tout ce qui exige de la force d'ame et de la profendeur [...] 〈369〉 [...] | Schade, daß dieser Schauspieler mit so viel Talent die Empfindungen, die man die heraustretenden nennt, zu spielen[2] versteht, die in sich zurückgedrängten so schwach ausdrückt. Er ist vortrefflich in allen zärtlichen und romantischen[6; 2?] Rollen, fällt aber unter das Mittelmäßige in allen denen, welche Stärke und Tiefe der Seele heischen.
[6] Brentano, Godwi I (1801), 205 f. (206).
[7] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 102 f..
[8] Frölich, Virginia I (1820), 100.
[9] Krünitz, Oecon. Encycl. XXIII (1781; 21790), 309 f. (310).
[10] Laube, Jg. Eur. I.2 (1833), 171.
[11] Mereau, N. de Lenclos (1802), 68.
[12] Novalis, an C. Schlegel (27. 2. 1799), NS 4, 279.
[13] Schiller, Ged. I (1782), NA 1, 86.
[14] Schiller, Fiesko (1783), NA 4, 101.
[15] C. Schlegel, an A. W. Schlegel (?1797), C 1, 428.
[16] F. Schlegel, Beitr. mod. Poesie (1803), 55.
[17] F. Schlegel, Gedanken (*1808–09), KFSA 19, 278, Nr. 111.
[18] L. Tieck, W. Lovell I (1795), 164.
[19] L. Tieck, W. Lovell II (1796), 138.
[20] L. Tieck, Phantasus I (1812), 117.
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