Wortliste
Struktur
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Semantik 
19. ›Sängerin oder Sänger‹, insbesondere ›Person, die in einer bestimmten Lage singt‹, agontosem ⦿ zu 2, hexinechontosem ⦿ zu 15, hyposem ⦿ zu 18.
Belege 
[1] G. Forster, Ansichten III (1794), 9: Das Orchester ist an dem Amphitheater über dem westlichen Eingange. Zuoberst im Hintergrunde steht die Orgel; noch höher, auf einem schmalen Gange, mit dem Gipfel der Orgel gleich, die Heerpauken. Dann folgen die Instrumente[5], und vorn die Stimmen. Die Bänke sehr hoch über einander; die höchste Bank eine Reihe Knaben.

[2] W. A. Mozart, an seinen Vater (24. 3. 1781), S 2, 51: O, hätte ich gewust, daß ich die fasten nach Wien̄ kömmen würde, hätte ich ein kleines oratorio geschrieben, und zu meinen vortheile im theater gegeben, wie es hier alles macht – ich hätte leicht vorher zu schreiben gehabt, weil ich die stimmen alle kenne [...].

[3] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 98: Seit seines ganzen zehnjährigen Aufenthalts in Paris hat er [sc. Cherubini] noch keine Oper auf das große Operntheater bringen können. [...] Eben so geht es auch Mehul; der doch wie Cherubini, Inspector und Lehrer beim Conservatoire de Musique ist, welches anfängt, der großen Oper bessere Stimmen zu liefern. Wäre der Gewinn von einer großen Oper, die Beifall findet, nicht so ansehnlich; so würd' es mich wundern, daß solche Männer nur den Gedanken fassen konnten, für jene Schreihälse komponiren zu wollen: denn die ersten Rollen lassen sich die Alten[14] nicht nehmen, wenn sie nicht durch einen Machtspruch, wie er ⟨99⟩ von oben herab für Paisiello erschollen ist, dazu gezwungen werden.

[4] Reichardt, Vertr. Brf. II (1804), 221: Nichts ist jetzt seltner hier, als gute Stimmen[19], die italienische Musik[4] zu singen verständen; unter den Sängern und Sängerinnen von Profession fehlt es daran fast gänzlich. Garat, dem es weder an Stimme[13] noch an Gefühl und Geschmack für gute Musik[4] fehlt, ist zu sehr Naturalist, um gerne und leicht neue[1] Compositionen einzustudieren und öffentlich zu singen.

[5] Chr. F. D. Schubart [L. Schubart], Id. Tonk. (*1784–85; 1806), 54: Die Welschen haben eigentlich nur drey Classen[1] von Sängern und Sängerinnen, nähmlich: Sopranisten, Altisten und Tenoristen; den Alt theilen sie ein in den hohen und Contraalt. Die herzerschütternde Baßstimme vernachlässigen sie aber aus Caprice, oder aus Mangel solcher Stimmen, und wenden sie nur in der Opera buffa an. Vielleicht gibt es auch in einem Lande, wo man nichts als Wein trinkt, wenige schöne[1] Baßstimmen.

[6] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 178.

[7] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 187 f. (188).

[8] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 189.

[9] Chr. F. D. Schubart [L. Schubart], Prob. Aesth. (*1784–85; 1793), 89.

[10] L. Tieck, an Frau u. Töchter (14. 6. 1825), ZMF, 302.














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