Wortliste
Adel
Brief
Buchstabe
Dialekt
Freiheit
Ironie
ironisch
klassisch
Kritik
Ohr
progressiv
romantisch
Stimme
Tier
Witz
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Ironie
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Struktur
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Semantik
5.
›Entscheidungs- und Handlungsfreiheit, Möglichkeit, etw. selbstbestimmt, dem eigenen Willen folgend, ungehindert von Verpflichtungen zu tun‹, die begünstigt wird durch vertragliche Festlegungen [21] (dann offen zu 8), durch bestimmte Lebensumstände [4, 12, 13, 16, 44], speziell (aus männlicher wie weiblicher Sicht) die Ehelosigkeit [2, 3, 6, 11, 23, 24, 25, 30, 31, 41], oder auch bestimmte Umgebungen [37] und ggf. von Entscheidungen Anderer abhängen kann [38, 82] (dann offen zu 9); bei Geltung für bestimmte, meist kürzere Perioden (ggf. auch in regelmäßiger Wiederholung) ›Muße, Freizeit‹ [10, 15, 35, 46]. Insbesondere ›Entscheidungsspielraum in Fragen der künstlerischen Produktion, des Geschmacks‹ aufgrund des Nichtbestehens oder Ignorierens ästhetischer Regeln [5, 27, 29, 45, 53, 71, 73, 78, 81], religiöser oder moralischer Restriktionen [75]. F. kann als Rückzugsraum erscheinen, als Zustand, in den man sich unter bewusstem Verzicht auf materielle Güter und/oder soziale Anerkennung selbstbestimmt ganz seiner Sache widmen kann [12]; sie ist dann eine Form des – in der Regel stillschweigenden – Protests gegen äußere Ansprüche und Erwartungshaltungen von Seiten Dritter. Werden Konventionen oder Verpflichtungen ignoriert, so kann allerdings auch der Aspekt des moralisch Unverbindlichen oder gar Verwerflichen impliziert sein, so beispielsweise, wenn F. für nicht- oder antibürgerliche Lebensentwürfe steht [23, 24]. Sehnsuchtsort des Strebens nach F. ist für den Zivilisationsmenschen die wilde1 Natur2, wobei die Begierde nach F. konkret im einsamen Geschrei wilder3 Vögel ihre Analogie findet [79].
Belege
[1]
Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 295: Freyheit [...], 〈296〉 [...] das Vermögen, zu thun was man will, oder das Vermögen, unter zwey möglichen Dingen dasjenige zu wählen, was uns am besten gefällt.
[2] Ahlefeld, Marie Müller (21814 [11799]), 42: Aber heirathen will ich nie! – [...] Sie umschloß den Vater mit heißen Thränen, sie bat, sie flehte so süß um ihre Freiheit, daß der gütige Alte[2] ihr das feierliche Versprechen gab, sie niemals zu zwingen.
[3] A. v. Arnim, Halle u. Jerus. (*1809; 1811), SW 16, 10: Das Ehejoch ist mir verhaßt, es nimmt mir meine Freiheit.
[4] Brockhaus, Conv.-Lex. I (1809), 159: Aus Liebe zur Freiheit hat er weder ein öffentliches Amt angenommen noch geheirathet [...].
[5] Daube, Mus. Dilett. (1773), 311: Die ganze Begleitung der langsamen Melodie überläßt man der Freyheit des Komponisten.
[6] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 172: Laßt das Werben um mich, mir ist wohl in meiner Freiheit. Was auch die Fürstin für Anschläge hat, ich werde nie die Eurige und keines Mannes Weib [...].
[7] Fichte, Urth. d. Publ. (1793), 428: Man muß den Leuten ihre Freiheit lassen. Wer lieber auf dieser Erde begütert, und dort verdammt, als hier arm, und dort seelig seyn will, der muß es auf seine eigne Gefahr dürfen.
[8] Goethe, Stella (1776), WA I, 11, 142: Er hat mir wenig zu Liebe gethan; [...] ob ich's ihm gleich verzeihe daß er uns verlassen hat; denn was geht dem Menschen über seine Freiheit?
[9] Goethe, Laun. d. Verl. (*1767/68; 1806), WA I, 9, 31: Wo keine Freiheit ist, wird jede Lust getödtet. | Wir sind nun so. Ein Kind ist zum Gesang geneigt; | Man sagt ihm, sing' mir doch! Es wird bestürzt und schweigt[1]. | Wenn du ihr Freiheit läss'st, so wird sie dich nicht lassen; | Doch, machst du's ihr zu arg, gib Acht, sie wird dich hassen.
[10] Goethe, Faust I (1808), WA I, 14, 90, V. 1906: Doch freilich würde mir behagen | Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib | An schönen Sommerfeiertagen.
[11] L. Gotter, an C. Böhmer (10. 11. 1791), C 1, 238: Doch [...] im Ernste, liebe Caroline, bitte ich Dich so dringend als möglich, vor Deiner Antwort [...] alles nochmals reiflich zu überlegen, bey Deinem Entschluß [sc. einen Heiratsantrag abzulehnen] Dich ja nicht von alzu schwärmerischen Begriffen[1] von Freyheit leiten [...] zu laßen [...].
[12] J. Grimm, Selbstbiogr. (1831), 151 f. (152): Zu Marburg mußte ich eingeschränkt leben; es war uns, aller Verheißungen ungeachtet, nie gelungen, die geringste Unterstützung zu erlangen, obgleich die Mutter Wittwe eines Amtmanns war, und fünf Söhne für den Staat groß zog; die fettesten Stipendien wurden daneben an meinen Schulkameraden von der Malsburg ausgetheilt, der 〈152〉 zu dem vornehmen hessischen Adel[2] gehörte und einmal der reichste Gutsbesitzer des Landes werden sollte. Doch hat es mich nie geschmerzt, vielmehr habe ich oft hernach das Glück und auch die Freiheit mäßiger Vermögensumstände empfunden. Dürftigkeit spornt zu Fleiß und Arbeit an, bewahrt vor mancher Zerstreuung und flösst einen nicht unedlen Stolz ein, den das Bewusstseyn des Selbstverdienstes, gegenüber dem, was andern Stand und Reichthum gewähren, aufrecht erhält.
[13] Huth, Grds. d. Gartenkunst (1829), 141: Erfordert die Nothwendigkeit [...] bei [...] starkem Personale der Bedienung [...] kleine Nebengebäude in der Nähe der Wohnungen, die Einrichtung nicht zu beschränken, und die Freiheit des Besitzers nicht zu unterbrechen, [...] so können diese [...] nach dem Charakter[1] ihrer Bestimmung [...] 〈142〉 in ihrem Aeußern [...] die Nothwendigkeit ihres Daseyns an den Tag [...] legen [...].
[14] Krünitz, Oecon. Encycl. VIII (1776; 21785), 274: Ungeachtet dieser und anderer Vortheile, die eine Privatgesellschaft mit sich führet, finden sich auch viele Schwierigkeiten und viel Unangenehmes dabey. Solange man allein und unter eigenem Namen handelt, ist man niemand, als sich selbst, Rechenschaft von dem, was man verrichtet, zu geben schuldig. Die Freyheit ist das halbe Leben eines Menschen. Sie ist zwar nicht allezeit aus der Gesellschaft zweyer oder mehrerer Personen verbannet, alsdenn aber muß eine genaue Uebereinstimmung der Gemüther herrschen.
[15] H. Sander, Beschr. Reis. II (1784), 329: Ich hatte wieder für einige Wochen Freiheit. [...] Der wieder lang genug gesessene Körper erforderte Erschütterung und starke Bewegung. Die Seele, die seit Ostern immer wieder über ihren gewohnten Gegenständen gebrütet hatte, flog mit Ungeduld aus den engen Wänden des Zimmers [...].
[16] Schiller, Wallenst. Lag. (1800), NA 8, 52: Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! | Ins Feld, in die Freiheit gezogen. | Im Felde, da ist der Mann noch was wert, | Da wird das Herz noch gewogen. | Da tritt kein anderer für ihn ein, | Auf sich selber steht er da ganz allein.
[17] Schiller, Wallenst. Tod (1800), NA 8, 287: Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, | Doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.
[18] Schiller, Demetr. (*1804–05; 1815), NA 11, 23: Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, | Verstand[3] ist stets bei wengen nur gewesen. | Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? | Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? | Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, | Um Brod und Stiefel seine Stimm[4] verkaufen. | Man soll die Stimmen[4] wägen und nicht zählen, | Der Staat muß untergehn, früh oder spät, | Wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet.
[19] F. Schlegel, Homer. Poes. (1796), 125: Denn was ist das goldne Zeitalter anders, als ein verschönertes Bild von der sorgenlosen Freiheit des Wilden[1], den die Erde noch ungezwungen nährt? – Sie ist es, nach welcher der müde Anbauer, der so oft nur den Pflug der Bildung[5] mit Schweiß und Pein treibt, ohne sich an ihren Früchten zu laben, immer sehnsuchtsvoll zurückseufzt, und ihr alle Glückseligkeit leiht, die er vergebens wünschte, und alle Sittlichkeit, die er verloren zu haben glaubt.
[20] F. Schlegel, Homer. Poes. (1796), 131: Sobald der Hang zur Geselligkeit die Liebe[4] zur Freiheit und Gleichheit überwunden hat, kan man die Menge als einen rohen politischen Stoff betrachten, der sich zu gestalten strebt. Noch unfähig sich selbst zu bestimmen und zu bilden, wird er eine äußere Einheit suchen, an die er sich anschließen könne: alle Schwächern werden sich um den nächsten mächtigen vereinigen.
[21] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 635.
[22] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 328.
[23] Ahlefeld, Marie Müller (21814 [11799]), 36.
[24] Ahlefeld, Erna (1820), 3 f. (4).
[25] Ahlefeld, Erna (1820), 163.
[26] B. v. Arnim, Königssohn (*1808), K, 9.
[27] Blanckenburg, Roman (1774), 387.
[28] Börne, Bl. u. Blüth. (1818), 131, Nr. 7..
[29] Börne, Brf. Paris I (1832), 147 f. (148).
[30] Börne, Brf. Paris V (1834), 197 f. (198).
[31] Brentano, Godwi I (1801), 5 f. (6).
[32] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 99.
[33] Fichte, Denkfreih. (1793), SW 6, 8.
[34] C. A. Fischer, Gust. Verirrg. (1801), 161.
[35] Goethe, Werther (1774), WA I, 19, 11 f. (12).
[36] Goethe, Werther (1774), WA I, 19, 15 f. (16).
[37] Goethe, an Herder (6. 9. 1784), WA IV, 6, 354.
[38] Goethe, an Ch. v. Stein (6. 10. 1785), WA IV, 7, 106.
[39] Goethe, Egmont (1788), WA I, 8, 281 f. (282).
[40] Goethe, Tasso (1790), WA I, 10, 145 f. (146).
[41] Goethe, Unterh. dt. Ausgew. (1795), WA I, 18, 132 f. (133).
[42] Goethe, W. Meister III (1795), 353 f..
[43] Goethe, W. Meister IV (1796), 164.
[44] Goethe, Elpenor (1806), WA I, 11, 59.
[45] Goethe, Andenk. Wieland (1813), WA I, 36, 324 f. (325).
[46] Goethe, Wanderjahre I (1829), WA I, 24, 305 f. (306).
[47] Hegel [Hotho], Aesth. I (1835), 8.
[48] Hegel [Hotho], Aesth. III (1838), 119 f. (120).
[49] Herder, Gesch. d. Menschh. II (1785), 184.
[50] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. III (1835), 356.
[51] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. III (1835), 421.
[52] W. v. Humboldt, An F. H. Jacobi (26. 10. 1798), L, 70.
[53] Kant, Crit. d. Urtheilskr. (21793), 203.
[54] Kant, Crit. d. Urtheilskr. (21793), 391.
[55] S. v. Knorring, Evremont I (1836), 344.
[56] Moritz, Dt. in Engld. (1783), 80.
[57] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 35 f. (36).
[58] Novalis, an seinen Vater (9. 2. 1793), NS 4, 107.
[59] Reichardt, Briefe Frankr. II (1793), 29.
[60] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 419.
[61] Schiller, Allzuviel Güte (!1779), NA 20, 3 f..
[62] Schiller, Räuber (1781), NA 3, 21.
[63] Schiller, Räuber (1781), NA 3, 110.
[64] Schiller, Malthes. (*?1788\1804), NA 12, 78.
[65] Schiller, Erste Mensch.gesellsch. (1790), NA 17, 404 f. (405).
[66] Schiller, Lykurg. u. Sol. (1790), NA 17, 438.
[67] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 46.
[68] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 103 f. (104).
[69] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 146.
[70] Schiller, Wallenst. Tod (1800), NA 8, 191.
[71] A. W. Schlegel, Brf. Poes. I–II (1795), Hor. IV.11, 79.
[72] A. W. Schlegel, Brf. Poes. IV (1796), Hor. V.2, 67 f. (68).
[73] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (!1798–99), KAV 1, 31.
[74] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 118.
[75] A. W. Schlegel, Rez. Grimm [Altdt. Wäld.] (1815), 761.
[76] F. Schlegel, Stud. Grch. Poes. (*1795; 1797), 84.
[77] F. Schlegel, Reis. n. Frankr. (1803), 17.
[78] F. Schlegel, Less. Ged. u. Mein. I (1804), 57.
[79] F. Schlegel, Brf. Niederld. (1806), 353 ff. (355).
[80] L. Tieck, an A. v. Arnim (20. 12. 1807), ZMF, 107.
[81] Winckelmann, Gesch. d. Kunst I (1764), 41.
[82] Winckelmann, Anm. Gesch. Kunst (1767), IV.
[2] Ahlefeld, Marie Müller (21814 [11799]), 42: Aber heirathen will ich nie! – [...] Sie umschloß den Vater mit heißen Thränen, sie bat, sie flehte so süß um ihre Freiheit, daß der gütige Alte[2] ihr das feierliche Versprechen gab, sie niemals zu zwingen.
[3] A. v. Arnim, Halle u. Jerus. (*1809; 1811), SW 16, 10: Das Ehejoch ist mir verhaßt, es nimmt mir meine Freiheit.
[4] Brockhaus, Conv.-Lex. I (1809), 159: Aus Liebe zur Freiheit hat er weder ein öffentliches Amt angenommen noch geheirathet [...].
[5] Daube, Mus. Dilett. (1773), 311: Die ganze Begleitung der langsamen Melodie überläßt man der Freyheit des Komponisten.
[6] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 172: Laßt das Werben um mich, mir ist wohl in meiner Freiheit. Was auch die Fürstin für Anschläge hat, ich werde nie die Eurige und keines Mannes Weib [...].
[7] Fichte, Urth. d. Publ. (1793), 428: Man muß den Leuten ihre Freiheit lassen. Wer lieber auf dieser Erde begütert, und dort verdammt, als hier arm, und dort seelig seyn will, der muß es auf seine eigne Gefahr dürfen.
[8] Goethe, Stella (1776), WA I, 11, 142: Er hat mir wenig zu Liebe gethan; [...] ob ich's ihm gleich verzeihe daß er uns verlassen hat; denn was geht dem Menschen über seine Freiheit?
[9] Goethe, Laun. d. Verl. (*1767/68; 1806), WA I, 9, 31: Wo keine Freiheit ist, wird jede Lust getödtet. | Wir sind nun so. Ein Kind ist zum Gesang geneigt; | Man sagt ihm, sing' mir doch! Es wird bestürzt und schweigt[1]. | Wenn du ihr Freiheit läss'st, so wird sie dich nicht lassen; | Doch, machst du's ihr zu arg, gib Acht, sie wird dich hassen.
[10] Goethe, Faust I (1808), WA I, 14, 90, V. 1906: Doch freilich würde mir behagen | Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib | An schönen Sommerfeiertagen.
[11] L. Gotter, an C. Böhmer (10. 11. 1791), C 1, 238: Doch [...] im Ernste, liebe Caroline, bitte ich Dich so dringend als möglich, vor Deiner Antwort [...] alles nochmals reiflich zu überlegen, bey Deinem Entschluß [sc. einen Heiratsantrag abzulehnen] Dich ja nicht von alzu schwärmerischen Begriffen[1] von Freyheit leiten [...] zu laßen [...].
[12] J. Grimm, Selbstbiogr. (1831), 151 f. (152): Zu Marburg mußte ich eingeschränkt leben; es war uns, aller Verheißungen ungeachtet, nie gelungen, die geringste Unterstützung zu erlangen, obgleich die Mutter Wittwe eines Amtmanns war, und fünf Söhne für den Staat groß zog; die fettesten Stipendien wurden daneben an meinen Schulkameraden von der Malsburg ausgetheilt, der 〈152〉 zu dem vornehmen hessischen Adel[2] gehörte und einmal der reichste Gutsbesitzer des Landes werden sollte. Doch hat es mich nie geschmerzt, vielmehr habe ich oft hernach das Glück und auch die Freiheit mäßiger Vermögensumstände empfunden. Dürftigkeit spornt zu Fleiß und Arbeit an, bewahrt vor mancher Zerstreuung und flösst einen nicht unedlen Stolz ein, den das Bewusstseyn des Selbstverdienstes, gegenüber dem, was andern Stand und Reichthum gewähren, aufrecht erhält.
[13] Huth, Grds. d. Gartenkunst (1829), 141: Erfordert die Nothwendigkeit [...] bei [...] starkem Personale der Bedienung [...] kleine Nebengebäude in der Nähe der Wohnungen, die Einrichtung nicht zu beschränken, und die Freiheit des Besitzers nicht zu unterbrechen, [...] so können diese [...] nach dem Charakter[1] ihrer Bestimmung [...] 〈142〉 in ihrem Aeußern [...] die Nothwendigkeit ihres Daseyns an den Tag [...] legen [...].
[14] Krünitz, Oecon. Encycl. VIII (1776; 21785), 274: Ungeachtet dieser und anderer Vortheile, die eine Privatgesellschaft mit sich führet, finden sich auch viele Schwierigkeiten und viel Unangenehmes dabey. Solange man allein und unter eigenem Namen handelt, ist man niemand, als sich selbst, Rechenschaft von dem, was man verrichtet, zu geben schuldig. Die Freyheit ist das halbe Leben eines Menschen. Sie ist zwar nicht allezeit aus der Gesellschaft zweyer oder mehrerer Personen verbannet, alsdenn aber muß eine genaue Uebereinstimmung der Gemüther herrschen.
[15] H. Sander, Beschr. Reis. II (1784), 329: Ich hatte wieder für einige Wochen Freiheit. [...] Der wieder lang genug gesessene Körper erforderte Erschütterung und starke Bewegung. Die Seele, die seit Ostern immer wieder über ihren gewohnten Gegenständen gebrütet hatte, flog mit Ungeduld aus den engen Wänden des Zimmers [...].
[16] Schiller, Wallenst. Lag. (1800), NA 8, 52: Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd! | Ins Feld, in die Freiheit gezogen. | Im Felde, da ist der Mann noch was wert, | Da wird das Herz noch gewogen. | Da tritt kein anderer für ihn ein, | Auf sich selber steht er da ganz allein.
[17] Schiller, Wallenst. Tod (1800), NA 8, 287: Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, | Doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.
[18] Schiller, Demetr. (*1804–05; 1815), NA 11, 23: Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, | Verstand[3] ist stets bei wengen nur gewesen. | Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? | Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? | Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt, | Um Brod und Stiefel seine Stimm[4] verkaufen. | Man soll die Stimmen[4] wägen und nicht zählen, | Der Staat muß untergehn, früh oder spät, | Wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet.
[19] F. Schlegel, Homer. Poes. (1796), 125: Denn was ist das goldne Zeitalter anders, als ein verschönertes Bild von der sorgenlosen Freiheit des Wilden[1], den die Erde noch ungezwungen nährt? – Sie ist es, nach welcher der müde Anbauer, der so oft nur den Pflug der Bildung[5] mit Schweiß und Pein treibt, ohne sich an ihren Früchten zu laben, immer sehnsuchtsvoll zurückseufzt, und ihr alle Glückseligkeit leiht, die er vergebens wünschte, und alle Sittlichkeit, die er verloren zu haben glaubt.
[20] F. Schlegel, Homer. Poes. (1796), 131: Sobald der Hang zur Geselligkeit die Liebe[4] zur Freiheit und Gleichheit überwunden hat, kan man die Menge als einen rohen politischen Stoff betrachten, der sich zu gestalten strebt. Noch unfähig sich selbst zu bestimmen und zu bilden, wird er eine äußere Einheit suchen, an die er sich anschließen könne: alle Schwächern werden sich um den nächsten mächtigen vereinigen.
[21] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 635.
[22] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 328.
[23] Ahlefeld, Marie Müller (21814 [11799]), 36.
[24] Ahlefeld, Erna (1820), 3 f. (4).
[25] Ahlefeld, Erna (1820), 163.
[26] B. v. Arnim, Königssohn (*1808), K, 9.
[27] Blanckenburg, Roman (1774), 387.
[28] Börne, Bl. u. Blüth. (1818), 131, Nr. 7..
[29] Börne, Brf. Paris I (1832), 147 f. (148).
[30] Börne, Brf. Paris V (1834), 197 f. (198).
[31] Brentano, Godwi I (1801), 5 f. (6).
[32] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 99.
[33] Fichte, Denkfreih. (1793), SW 6, 8.
[34] C. A. Fischer, Gust. Verirrg. (1801), 161.
[35] Goethe, Werther (1774), WA I, 19, 11 f. (12).
[36] Goethe, Werther (1774), WA I, 19, 15 f. (16).
[37] Goethe, an Herder (6. 9. 1784), WA IV, 6, 354.
[38] Goethe, an Ch. v. Stein (6. 10. 1785), WA IV, 7, 106.
[39] Goethe, Egmont (1788), WA I, 8, 281 f. (282).
[40] Goethe, Tasso (1790), WA I, 10, 145 f. (146).
[41] Goethe, Unterh. dt. Ausgew. (1795), WA I, 18, 132 f. (133).
[42] Goethe, W. Meister III (1795), 353 f..
[43] Goethe, W. Meister IV (1796), 164.
[44] Goethe, Elpenor (1806), WA I, 11, 59.
[45] Goethe, Andenk. Wieland (1813), WA I, 36, 324 f. (325).
[46] Goethe, Wanderjahre I (1829), WA I, 24, 305 f. (306).
[47] Hegel [Hotho], Aesth. I (1835), 8.
[48] Hegel [Hotho], Aesth. III (1838), 119 f. (120).
[49] Herder, Gesch. d. Menschh. II (1785), 184.
[50] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. III (1835), 356.
[51] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. III (1835), 421.
[52] W. v. Humboldt, An F. H. Jacobi (26. 10. 1798), L, 70.
[53] Kant, Crit. d. Urtheilskr. (21793), 203.
[54] Kant, Crit. d. Urtheilskr. (21793), 391.
[55] S. v. Knorring, Evremont I (1836), 344.
[56] Moritz, Dt. in Engld. (1783), 80.
[57] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 35 f. (36).
[58] Novalis, an seinen Vater (9. 2. 1793), NS 4, 107.
[59] Reichardt, Briefe Frankr. II (1793), 29.
[60] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 419.
[61] Schiller, Allzuviel Güte (!1779), NA 20, 3 f..
[62] Schiller, Räuber (1781), NA 3, 21.
[63] Schiller, Räuber (1781), NA 3, 110.
[64] Schiller, Malthes. (*?1788\1804), NA 12, 78.
[65] Schiller, Erste Mensch.gesellsch. (1790), NA 17, 404 f. (405).
[66] Schiller, Lykurg. u. Sol. (1790), NA 17, 438.
[67] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 46.
[68] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 103 f. (104).
[69] Schiller, Geisters. (31798), NA 16, 146.
[70] Schiller, Wallenst. Tod (1800), NA 8, 191.
[71] A. W. Schlegel, Brf. Poes. I–II (1795), Hor. IV.11, 79.
[72] A. W. Schlegel, Brf. Poes. IV (1796), Hor. V.2, 67 f. (68).
[73] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (!1798–99), KAV 1, 31.
[74] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 118.
[75] A. W. Schlegel, Rez. Grimm [Altdt. Wäld.] (1815), 761.
[76] F. Schlegel, Stud. Grch. Poes. (*1795; 1797), 84.
[77] F. Schlegel, Reis. n. Frankr. (1803), 17.
[78] F. Schlegel, Less. Ged. u. Mein. I (1804), 57.
[79] F. Schlegel, Brf. Niederld. (1806), 353 ff. (355).
[80] L. Tieck, an A. v. Arnim (20. 12. 1807), ZMF, 107.
[81] Winckelmann, Gesch. d. Kunst I (1764), 41.
[82] Winckelmann, Anm. Gesch. Kunst (1767), IV.
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