Wortliste
Struktur
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Semantik 
2. übertragen von 1 in unterschiedlichen Graden der Durchsichtigkeit (offensichtlich: [41, 182]): ›bunt, pittoresk (und somit romanhaft oder -würdig)‹, hexeosem ⦿ zu 1, 9, 10 und 11, mit verschiedenen seman­ti­schen Nuancen:
  • ›mannigfaltig, reich, üppig, abwechslungsreich‹ [11, 16, 22, 35, 39, 44, 97, 158, 166, 195, 199, 203, 208, 210, 219, 221, 225, 252, 257] ⬩ ›vermischt, zusammengesetzt, aus un­terschiedlichen Teilen be­stehend‹ [25, 29, 30, 31, 33, 34, 95, 168, 169, 174, 192, 200, 208, 212, 215, 218, 219, 220, 257]; das Mischen, Ver­schmel­zen und Synthetisieren wird in F. Schlegels 116. Athenaeum-Fragment programma­tisch gefordert [208] und von Schelling und A. W. Schlegel als r. Prinzip bezeichnet [25, 29]; den Roman definiert F. Schlegel als r. Buch, d. h. gemischt aus Erzählung, Gesang und andern For­men [218]; L. Tieck sieht Kompositionen als r. an, die „zugleich lyrisch, episch und dramatisch sind“ [257]; F. de la Motte Fouqué bewundert eine Mischung der Gattungen (Lebensgesch. [1840], 44); als r. Gelehrsamkeit und r. Geschicklichkeit bezeichnet Novalis Kombinations- und Variationsfertigkeit [21; vgl. auch 158]; die ro­man­tische12/9 Literatur kommt A. W. Schlegel zufolge durch Sprachmischung zustande [31, 33]; Schelling sieht einen Hauptcharakter des R. in der Vermischung des Ernstes und des Scherzes [168] und hält Kontraste und Mischungen des Stoffs im r. Gedicht für notwendig [169]; Instru­ment der Her­vor­brin­gung des R. ist Ironie1 [200] ⬩ ›unregelmäßig geformt‹ [75, 127] ⬩ ›ungeordnet, inkonsistent, (ten­den­ziell) chaotisch‹ [37, 38, 42, 47, 215, 219] ⬩ bei besonderer Betonung der Gegensätzlichkeit der Bestandteile ›kontrastreich, wider­sprüch­lich, spannungsvoll‹, sei es in der Literatur [27, 169, 215], sei es in der Gartenkunst, wo sich eine r. Gegend durch Abwechs­lungs- und Kontrastreichtum sowie Un­re­gel­mäßigkeit der Landschaftsformen auszeichnet [13, 14, 15, 43, 47, 103, 108, 110, 117, 118, 132, 162, 251] ⬩ mit negativer Wertung auch ›unharmonisch, innerlich zerrissen‹ [10],
  • ›malerisch, interessant, phantasieanregend, reizend, bezaubernd‹ [1, 2, 6, 7, 8, 12, 15, 16, 17, 18, 19, 23, 26, 28, 46, 47, 48, 49, 55, 56, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 67, 68, 69, 70, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 79, 80, 85, 89, 90, 103, 104, 105, 106, 107, 109, 110, 111, 119, 120, 122, 123, 125, 128, 130, 131, 133, 135, 138, 140, 141, 142, 143, 144, 150, 151, 152, 153, 155, 156, 159, 160, 161, 162, 164, 165, 172, 175, 177, 179, 180, 186, 199, 211, 223, 224, 228, 234, 240, 244, 248, 254, 255, 262], wobei der Aspekt des Malerischen hinsichtlich der Darstellung oder Darstellbarkeit durch die visuelle Kunst wörtlich ver­stan­den werden kann [45],
  • ›originell, nicht mittelmäßig, ungewöhnlich, ausgefallen, extravagant, bizarr, abenteuerlich, phan­tas­tisch, nicht wie im wirklichen Leben, erfunden wirkend (in unterschiedlichen Graden der Intensität); unordentlich, ordnungswidrig, Regeln ignorierend, gegen Normerwartungen verstoßend; nicht den Maß­ga­ben eines Regelkanons folgend, (scheinbar) willkürlich, künstlerisch frei, ästhetisch autonom‹ [3, 4, 5, 20, 22, 28, 40, 41, 50, 51, 52, 53, 54, 59, 65, 66, 70, 88, 91, 92, 94, 98, 99, 100, 134, 145, 148, 171, 178, 182, 183, 184, 185, 187, 188, 190, 194, 196, 197, 209, 216, 217, 218, 219, 261, 263]; oft – wer­tend oder wertfrei – im Gegensatz zum Ausgewogenen, Stillen, Vollendeten, Gediegenen des Klas­si­schen2/6 im Sinne einer inhaltlichen Be­stim­mung der modernen1 Literatur und Kunst (vgl. 9/11) ver­wen­det ⬩ ›fiktional, frei erfunden‹ [102], mit negativer Wertung: ›übertrieben, irreal, absurd‹ [20, 58, 101, 129, 181] (offen zu 4), mit aktivischem Aspekt auch ›frei erfindend, übertreibend‹ [71] ⬩ ›krass, frappant, schockierend; ge­schmack­los‹ (in der künstlerischen, insbesondere der literarischen Darstellung) [93] ⬩ ›Schauer erregend‹ (offen zu 5), die solche des Schreckens oder Grauens, aber auch solche der Ehrfurcht sein können [50, 93, 111, 117, 179, 229, 245],
  • ›fabelhaft, märchenartig, wunderbar, zauberisch‹ [96, 124, 149, 154, 161, 198], mit Tendenz zu gat­tungs­terminologischer Verwendung bei bestimmten Opernstoffen [4, 36, 147],
  • ›chevaleresk, ritterhaft, rittermäßig, ritterromanartig‹ [9, 78, 82, 96, 136, 146, 167, 170, 201, 202],
  • ›galant, amourös, erotisch, zu einem Liebesabenteuer reizend; in Liebesdingen; wie im Liebesroman oder -drama‹ [24, 53, 81, 126, 146, 157, 176, 177, 242, 243, 244, 256],
  • ›lebhaft, emotional, leidenschaftlich‹ [53, 205],
auch als partizipatorisches Adjektiv ⦿: ›auf Romantisches2 bezogen, zu ihm gehörig, mit ihm verknüpft, es darstellend, daran interessiert‹ [123 (2), 159]. Offen zu 3 und 4. – Eichner (1972, 5) nennt Syntagmen wie „‚romantic (i. e., absurdly unrealistic, lying) fiction‘ or ‚romantic (i. e., extravagantly devoted, chivalrous or naïve) love‘“. R. Literatur sei gleichwohl mit Vergnügen rezipiert worden, was sich auf die Verwendung des Wortes ausgewirkt habe. Im Laufe der Zeit habe sich der positiv wertende Wortgebrauch allmählich durch­ge­setzt, „particularly as applied to landscapes“ (ebd.). Der auf häufigen und unreflektierten (modischen) Gebrauch des Ausdrucks r. zurückzuführende Verlust der ursprünglich mit ihm verbundenen semantischen Aspekte des Romanhaften und Märchenhaft-Wunderbaren wird bereits im Untersuchungszeitraum re­flek­tiert [1]. – Als r. können bezeichnet werden:
  • reale oder fiktionale Situationen, Lebenslagen, Ereignisse, Handlungen [24, 40, 53, 70], auch Szenen, d. h. Gruppierungen von Personen [2, 37, 90, 221], die abenteuerlich anmuten und als (potentieller) Gegenstand einer künstlerischen Darstellung erscheinen,
  • punktuelle oder länger anhaltende Stimmungen, Gemüts- oder Geistesverfassungen [53], Gesin­nun­gen, Meinungen, Vorstellungen, Lebensansichten, Lebenspläne [20, 58, 136, 181], speziell Pro­duk­tions- oder Rezeptionshaltungen [97, 99, 148, 185, 195, 196, 263],
  • eine bestimmte Ausprägung der oder einer Kunst, insbe­son­dere der Literatur: z. B. bestimmte lite­ra­ri­sche Formen oder Stoffe [3, 4, 10, 16, 22, 25, 27, 28, 29, 30, 31, 33, 34, 35, 39, 44, 93, 95, 100, 168, 169, 192, 194, 197, 199, 200, 203, 208, 215, 219, 220, 257], auch der bildenden Kunst [5, 16, 34, 203],
  • der Charakter literarischer Werke [91, 98, 145, 158, 174, 214, 218, 225], auch einzelne Bestandteile eines unter ästhetischen Aspekten rezipierbaren Ganzen, vor allem Elemente eines literarischen Wer­kes, bestimmte in ihm behandelte oder dargestellte Themen und Gegenstände, die es seinerseits r. machen [50]. ⦿ R. Prinzipien, Phänomene oder Elemente sind Bukolik, Rittertum, Abenteuer, Poesie, Liebe, Ehre, das Christentum (der Katholizismus), der Orient, das Phantastische, Wunderbare, auch das Metaphysische, Übersinnliche (vgl. 4). Eine Gesamtheit solcher Gegenstände als Fundus li­te­ra­ri­scher Gestaltung nennt Schelling [167] eine r. Welt.
  • aufgrund Lage oder Anlage eine Stadt [261],
  • Landschaften – „be they idyllic country scenes that would appear ,romance-like‘ only to city dwellers, scenes of alpine grandeur, or the painted landscapes of a Nicolas Poussin (1594–1665), Claude Lorrain (1600–82), or Salvator Rosa (1615–73)“ (Eichner 1972, 5); unterscheiden lassen sich sanft-r. [46] und wild-r. [47, 142] Landschaften, wobei es auch Gegenden gibt, die Charakteristika von beidem aufweisen [153, 162]. Bei einem Park der ersteren Art kann u. a das Altertum4 assoziiert werden [255], wodurch eine semantische Nähe zum Klassischen(6) entsteht. In besonderer Weise r. sind die Rheingegenden [135, 224], das Frankenland [46, 249], die Saalelandschaft [240], die sächsische Schweiz [179, 223], die Oberlausitz [57], das Salzkammergut [80], die Lage von Castle Menzies in den Highlands von Perthshire (Schottland) [15], der Golf von Neapel [125]. Als r. apostrophierte Sze­ne­rien zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Betrachter zur „dunkelsten, angenehmsten Schwär­me­rei“ verführen [142], durch kontrastreiche, unregelmäßige Züge die Einbildungskraft anregen [12, 16, 103, 110], sie „aus ihrer alltäglichen Sphäre heraus in eine Reihe neuer Bilder“ versetzen und „in die Feenwelt, in die Zeiten der seltsamsten Bezauberung hinüberschweifen“ lassen [12]. Unter diesem Aspekt offen zu 4/5: Ein r. Eindruck entsteht durch vereinzelte Sonnenstrahlen, die eine ansonsten nebelverhangene Landschaft erhellen [234] oder auch durch ein Gewitter [224]. Die Affektion der Einbildungskraft kann auch in künstlerische Betätigung münden; insbesondere regen r. Gegenden dazu an, sie zu zeichnen [87], aber auch, literarische Werke in ihnen zu rezipieren [151, 241]. Als r. Topoi gelten „Gegend[en] mit Ruinen oder mit andern erhabenen, die Phantasie des Beschauers fesselnden, Gegenständen“ [16, vgl. auch 1]; typische Versatzstücke solcher Gegenden sind – neben den Ruinen [115, 142, 229, 233] (vorzugsweise: „ein verfallnes Ritterschloß [...] unter lauter Felsen“ [240] oder „eine alte Ritterburg, einsam auf einer Höhe gelegen, wo durch des Fensters Trümmer, im Gegenscheine der untergehenden Sonne, sich des Vollmondes falbes Licht blicken läßt, und über welcher einige Vögel schwärmen“ [16], konkret z. B. das Heidelberger Schloss [251], aber auch vollständig erhaltene alte Schlösser [131] und Burgen [162], z. B. die Wartburg [61, 224]), die auch „in der Ferne“ sichtbar sein können [240] – Berge [17, 56, 60, 62, 103, 110, 130, 153, 162, 179, 224, 262] (vgl. auch die Anm. zu [23]) oder Hügel [64, 153, 224, 241], Felsen [12, 15, 19, 47, 48, 73, 89, 103, 109, 110, 111, 114, 115, 120, 130, 132, 133, 150, 153, 162, 224, 229] („gebrochene Felsmassen“ [77], „graue Felsmassen, die sich in der Ferne aus einer üppigen unbeschornen Vegetation zu des Himmels Azur erheben“ [16], auch „Felsen die kühn auf einander gepackt sind und über die Stadt drohend hängen“ [240] oder „grosse Felsen, wo man dicht neben tiefe Abgründe hinfährt“ [240]), hohe Nadelbäume (z. B. Fichten [110], Pinien [18], Zedern [150], Zypressen [72] oder Kiefern [119] bzw. ein Kiefernwald [153]), Grotten oder Höhlen [18, 105, 110], Quellen [18 (vgl. auch die Anm. zu 23), 150], „ein Klump waldigter Inseln, die in gespitzten Höhen vom Rande des Wassers sich erheben, wo die Zweige der Bäume in den See tauchen“ [110], „ein stürmischer See, der seine Wellen mit Ungestüm empor treibt und über dem gewitterschwangere Wolken sich ihres Feuerstoffs entladen“ [16], „ein See, der sich ruhig zwischen grünen Schilfmassen und prächtigen Wiesen dahin schlänget und über den in der Entfernung Städte und Dörfer aus grüner Umgebung ihre Zinnen und Thürme im vergoldeten Morgen- und Abendglanz emporheben“ [16], „der weite Spiegel des Sees, der hinten mit einem großen Wald umzäunt ist; in diesem erblickt man einsame Jagdhäuschen, u[nd] durch ein Paar Oeffnungen im Holze reicht der Blick bis an die Thürme der Stadt“ [262], Weinberge oder Laubengänge mit Weinranken [18, 72, 151, 240, 248], Mühlen [240] (vgl. auch die Anm. zu 23), Wasserläufe (Flüsse, Bäche) [15, 62, 77, 130, 153, 179, 232, 240, 241] und Wasserfälle [8, 15, 47, 73, 84, 103, 110, 128, 130, 138, 240, 241, 248]), „ein Fischer mit seinem Netze am See, oder ein Schäfer mit seiner Heerde und seinem Hunde auf dem grünen Teppich der Wiese“ [16]: All diese Gegenstände vermögen es als Sujets der Landschaftsmalerei, „den Beschauer [...] zu fesseln und sein Gemüth zu dem Schönen zu erheben“ [16]. – Als wesentlich für die r. Qualität einer Örtlichkeit gilt einerseits eine weite Aussicht [8, 18, 19, 89, 113, 119, 120, 153, 162, 228, 235, 236, 262, 238; vgl. auch die Anm. zu 23] (hierdurch Offenheit zu 5), andererseits jedoch auch eine Verstellung des Blicks, z. B. durch vertikale Landschaftsstrukturen wie aufragende, idealiter vornüberhängende Felsen [18, 73, 75, 103, 109, 111, 114, 115, 120, 231, 239, 240] (hierdurch, nämlich durch die wechselweise Blickrichtung nach oben und unten, mögliche Offenheit zu 7). Es versteht sich, dass der Topos auch ohne Verwendung des Adjektivs r. entfaltet werden kann [189, 224]. Landschaftsgärten, die als r. klassifiziert werden, sind im Wesentlichen ein Produkt der Natur2, nicht der Kunst1 [110]; L. Tieck weist in den Gartenkunst-Reflexionen des Phantasus allerdings nachdrücklich darauf hin dass der r. Landschaftsgarten als Kunstprodukt anzusehen sei [253, 254, 255]. – Die besondere Beleghäufigkeit [1, 6, 7, 8, 12, 16, 17, 18, 19, 23, 26, 46, 47, 48, 49, 55, 56, 57, 60, 61, 62, 63, 64, 72, 73, 74, 75, 77, 79, 80, 83, 84, 86, 87, 89, 103, 112, 113, 119, 125, 128, 130, 131, 132, 133, 135, 138, 140, 141, 142, 143, 144, 150, 151, 152, 153, 160, 162, 164, 165, 179, 228, 240, 242, 245, 262] von r. im Zusammenhang mit Landschaften lässt eine Tendenz zur Terminologisierung erkennen. Adelung [1] nennt überhaupt nur diese Verwendungsweise.
Der zeitübliche teils pejorative Wortgebrauch wird durch Goethe [14], Schiller [181], Novalis [20], indirekt auch durch A. W. Schlegel bestätigt: Nach Ansicht des Letzteren wird „der Name Romantisch an rohe und verfehlte Erzeugnisse“ (die „abgeschmacktesten Zauber-Opern“) „verschwendet und entweiht“ und muss durch „Kritik und Geschichte“ (d. h. durch Nachweis der Etymologie und durch literarhistorische Untersuchungen der romantischen9 Poesie11) erst wieder zu seiner „wahren Bedeutung“ geführt werden [36].
Belege 
[1] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 1155: Romántisch, [...] aus dem Franz. romantesque, welches gleichfalls [sc. ebenso wie romanenhaft] von Roman abstammet, aber nur in engerer Bedeutung von vorzüglich angenehmen und gleichsam bezaubernden Gegenden üblich ist, so wie sie in den Romanen und Ritterbüchern beschrieben werden. Die Stadt liegt sehr romantisch auf einem Felsen über der See. Eine romantische Gegend. Der romantische Styl, in der Mahlerey, die Vorstellung einer Gegend mit Ruinen. Es haben einige dafür romanenhaft gebraucht, welches aber wegen seiner Zweydeutigkeit zu diesem Begriffe[1] unbequem ist. vgl. [16]

[2] B. v. Arnim, Briefw. Kind I (1835), 13 f. (14): Ich [...] schlief einen herrlichen Schlaf, bis [...] der Wagen umfiel, ganz sanft, daß niemand beschädigt ward. Eine nußbraune Kammerjungfer flog ⟨14⟩ vom Bock und legte sich am flachen Mainufer in romantischer Unordnung grade vor das Mondantlitz in Ohnmacht; zwei Schachteln mit Blonden und Bändern flogen etwas weiter und schwammen ganz anständig den Main hinab [...]. Volltext

[3] Börne, Schild. Paris IX (1823), SS 2, 42: Die literarische französische Welt teilt sich in zwei Parteien, deren eine mit Wort und Tat für die klassische[7], deren andere für die romantische[11/2] Literatur streitet. Klassisch[7] nennen sie die altherkömmliche, legitime, vertragsmäßige Literatur; romantisch[11/2] ⟨43⟩ nennen sie jeden Schriftsteller, der seinen eigenen Weg geht, sich um Gesetz und Herkommen nicht viel bekümmert und zuweilen ein Wort anders gebraucht und lauter ausspricht, als es im literarischen Oeil-de-boeuf [›Vorraum der königlichen Gemächer, Antichambre, Lobby‹] üblich war.

[4] Börne, Schild. Paris IX (1823), SS 2, 43: Aber sowohl die Anhänger als die Gegner der romantischen Literatur wissen eigentlich gar nicht, worin die Natur des Romantischen besteht. Wie die Griechen alle Ausländer Barbaren nannten, so nennen die Franzosen alle Literatur, die nicht französisch ist, romantisch, und da sie nichts, was nicht französisch ist, verstehen, so ist ihnen alles, was sie nicht verstehen, romantisch. Es fehlt den Herzen und Köpfen der Franzosen gewiß nicht an Geräumigkeit, aber sie haben kein Hoftor, sie haben nur eine Haustüre, durch welche nichts Großes eintreten kann; was daher die Mannshöhe überragt, ist ihnen romantisch. Da sie die Wolken für den Himmel ansehen, verschmähen sie oft den Himmel als Wolkendunst; und weil sie in jedem Brunnen mit Schaudern eine unendliche Tiefe erblicken, die zu den Antipoden führt, sehen sie jede Tiefe für einen Brunnen an, in den hinabzusteigen höchst lächerlich und gefährlich wäre, und aus dem man ja viel bequemer, so oft man Durst hat, einen Eimer heraufziehen kann. Ihr Herz schlägt nur bei der klassischen[7] Witterung der Monate September und Mai behaglich; steht aber die Empfindung einige Grad zu weit von dem Gefrierpunkte ab, dann heizen sie ein oder trinken Limonade und verwünschen das romantische Wetter.

[5] Brentano, Godwi (1801), SWB 16, 322: Dies [...] Werk [...] kaufte ich von einer emigrirten Familie auf meiner Reise. Es ist von einem Straßburger Künstler aus dem funfzehnten Jahrhundert [...]. Alle seine Werke sind in einem solchen phantastischen[2] romantischen Stiel, und bezeichnen seinen wunderbaren Gemüthszustand.

[6] Brockhaus, Conv.-Lex. II (1809), 112: Es giebt schöne[1] romantische Gegenden um Göttingen [...].

[7] Brockhaus, Conv.-Lex. II (1809), 135: [D]as gebirgige Schottland ist trockner und kälter, Irland dagegen feuchter als England, welches, die nördliche und westliche Seite ausgenommen, eben und romantisch schön[1] ist.

[8] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), 219: Wir sahen von oben herab auf die fruchtbare überall angebaute und bewohnte Ebene, und jenseits dieser in das weite, blaue Meer hinaus! Die Bäume, welche ihre dickbelaubten Zweige gegen den Teich hin ausbreiteten, gewährten uns kühlen Schatten, und ein angenehmes Lüftchen welches über das Wasser her wehete, milderte die Hitze des Tages noch mehr. Hier legten wir uns auf den weichen Rasen hin, um beym feyerlich einförmigen Geräusch des Wasserfalls, dazwischen dann und wann ein Vogel schlug, die eingesammelten Pflanzen zu beschreiben, ehe sie verwelkten. Unsre Tahitischen Begleiter lagerten sich ebenfalls unter das Gebüsch hin, und sahen uns mit stiller Aufmerksamkeit zu. Wir hätten den ganzen Tag in dieser reizenden Einöde zubringen mögen! allein unser Beruf gestattete keine Unthätigkeit; so bald wir also mit den Beschreibungen fertig waren, begnügten wir uns die romantische Gegend noch einmal zu betrachten, und kehrten alsdenn nach der Ebene zurück.

[9] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 39: Wir trieben uns fleißig in der umliegenden Gegend umher und spielten manches verwegene Spiel; ich im romantischen Sinne[9] ritterlicher Vorzeit, er nach wilder Knabenart. So schaukelten wir uns oft in einem Fischernachen auf der wilden Durance und arbeiteten uns mit Stangen längs den Uferkrümmungen hin; Emil, um seine Kräfte zu messen mit der Gewalt des Stromes oder um ein Entennest aufzusuchen, im Schilfe; ich, weil ich in Gedanken Kolumbus begleitete, eine neue[1] Welt zu entdecken und in einer unbekannten Bucht zu landen.

[10] Hegel [Hotho], Aesth. I (1835), 203: In der romantischen[9/2] Kunst[10] zwar geht die Zerrissenheit und Dissonanz des Innern weiter, wie in ihr überhaupt die dargestellten Gegensätze sich vertiefen, und deren Entzweiung kann festgehalten werden. So bleibt z. B. die Malerei in der Darstellung der Leidensgeschichte zuweilen beim Ausdruck des Hohns in den Zügen der peinigenden Kriegsknechte bei dem scheußlichen Verzerren und Grinsen der Gesichter stehn, und mit diesem Festhaften an der Entzweiung besonders in Schildrung des Lasterhaften, Sündlichen und Bösen geht dann die Heiterkeit[3] des Ideals verloren, denn wenn auch die Zerrissenheit nicht in jener Festigkeit bleibt, so tritt doch häufig, obschon nicht jedesmal Häßlichkeit, doch wenigstens Unschönheit an die Stelle. In einem andern Kreise der älteren[1] Niederländischen Malerei zeigt sich wohl in der Rechtschaffenheit und Treue gegen sich selbst, ebenso in dem Glauben und der unerschütterlichen Sicherheit eine Versöhnung des Gemüths in sich, aber bis zur Heiterkeit[3] und Befriedigung des Ideals bringt es diese Festigkeit nicht. Dennoch kann auch in der romantischen[9] Kunst[10] obgleich das Leiden und der Schmerz in ihr das Gemüth und subjektive Innre tiefer als bei den Alten[2] trifft, eine geistige Innigkeit, eine Freudigkeit in der Ergebung, eine Seligkeit im Schmerz und Wonne im Leiden, ja eine Wollust selbst in der Marter zur Darstel⟨204⟩lung kommen. Volltext

[11] Heine, Buch d. Lied. (1827), DHA 1.1, 168: Philister in Sonntagsröcklein | Spatzieren durch Wald und Flur; | Sie jauchzen, sie hüpfen wie Böcklein, | Begrüßen die schöne[4] Natur[2]. || Betrachten mit blinzelnden Augen | Wie Alles romantisch blüht; | Mit langen Ohren[2] saugen | Sie ein der Spatzen Lied.

[12] Hirschfeld, Gartenkunst I (1779), 193: In romantischen[2] Gegenden sind Felsen von einer vorzüglichen Wirkung, und diese hängt von ihrer Lage und ihren Gestalten ab. Je abwechselnder, kühner, verwickelter, seltsamer und abentheuerlicher ihre Gestalten und ihre Zusammensetzungen sind, je auffallender sie gegen die benachbarten Theile abstechen, desto treffender sind sie zu jener Wirkung. Selbst Formen, die sonst bey einer Anhöhe, bey einem Hügel beleidigen, die gegen allen Begriff[1] von Schönheit[4] anspringen, sind für die Bewirkung des Romantischen[2] von der glücklichsten Kraft. Das Gespitzte, Abspringende, Höckerige, Verzogene, Verkettete in der Bildung[10] der Felsen; alles, was von der Regelmäßigkeit der Linien, von der gewöhnlichen Beschaffenheit der Formen abweicht; alles, was die Einbildungskraft[1] aus ihrer alltäglichen Sphäre heraus in eine Reihe neuer[1] Bilder versetzt, sie in die Feenwelt, in die Zeiten[13] der seltsamsten Bezauberung hinüberschweifen läßt, – das ist hier an seinem Platze. ⦿ Volltext

[13] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 36: Ein andres Thal von seltsamer Form und Krümmung, worinn ein Strom bald zwischen Klippen schäumt, bald in stiller Fluth wieder dahin gleitet, und aus ihr hohe gerade Bäume aufsteigen läßt, bald in wilde kämpfende Wasserfälle aufgelöst wird, gränzt schon an die romantische Gattung. Volltext

[14] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 53: Nach dem Charakter[1] der Gebüsche richtet sich auch die Kunst[2] der Pflanzung. Eine Wildniß, ein Labyrinth wird ohne Ordnung und Verbindung hingeworfen. Eine melancholische Scene wird dicht, ohne dem Lichte eine andere als nur schwache Einwirkung zu verstatten, zusammengehäuft. Ein fröhliches Revier hat viel offene Plätze und luftige Zwischenräume; und ein romantisches lauter seltsame Entgegenstellungen der Formen der Bäume, und der Farben des Laubwerks. Volltext

[15] Hirschfeld, Gartenkunst V (1785), 276: Landhaus in einer romantischen Lage. || Das Landhaus von Menzies, das dem Ritter Robert Menzies gehört, liegt überaus romantisch auf der mitternächtlichen Seite von Strathe-Tay in Schottland. Die Wälder, die sich so kühn aufthürmen, und die grauen Felsen, die zwischen ihnen hängen, machen einen sehr interessanten Contrast gegen das reizende Thal, worinn sich der Fluß zwischen schönen Baumgruppen umherwindet. Auf einer Höhe erblickt man die Ueberbleibsel einer Einsiedeley, die auf zwey Seiten von Felsmassen und auf den beyden übrigen von Mauerwerk gebildet war, und vor einigen Jahrhunderten dem Haupt einer Familie, der aus Ekel die Welt und in ihr ⟨277⟩ seine Güter verließ, zum Aufenthalt diente. In dem Thal gränzen schöne Spaziergänge an tiefe und dicke Gehölze; und ihre Dunkelheit erheitert eine Menge lieblicher Wasserfälle, die von den nackten Felsen herabspielen. Indessen tobt zuweilen, neben einem friedfertigen in seinem heitern Grün lächelnden Grasplatz, ein wilder Wassersturz in der Tiefe.



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[16] Krünitz [Korth], Oecon. Encycl. CXXVI (1819), 714 f.: Romantisch, ein mit romanhaft aus einer Quelle entspringendes Wort[1], allein von verschiedener Bedeutung. Man gebraucht es sowohl in der Malerei[3], als auch in der Poesie[18] von Gegenden, die sich durch eine einnehmende, bezaubernde Schönheit[1] und abwechselnde Mannigfaltigkeit der Gegenstände auszeichnen. In der Malerei[3] ist ein romantischer Styl die Vorstellung einer Gegend mit Ruinen oder mit andern erhabenen, die Phantasie[1] des Beschauers fesselnden, Gegenständen. Der Landschaftsmaler muß daher sein Augenmerk nur auf die sogenannte wilde Natur[2] richten; denn nur diese hat ihre romantische Seite. Die Gegenstände, welche den romantischen Charakter[1] im höchsten Grade an sich tragen und die der Land⟨715⟩schaftsmaler mit dem ihm eigenen Zauber auf der Leinwand etc. dazustellen versuchen muß, sind: graue Felsmassen, die sich in der Ferne aus einer üppigen unbeschornen Vegetation zu des Himmels Azur erheben; ein stürmischer See, der seine Wellen mit Ungestüm empor treibt und über dem gewitterschwangere Wolken sich ihres Feuerstoffs entladen; oder ein See, der sich ruhig zwischen grünen Schilfmassen und prächtigen Wiesen dahin schlänget und über den in der Entfernung Städte und Dörfer aus grüner Umgebung ihre Zinnen und Thürme im vergoldeten Morgen- und Abendglanz emporheben. Hierzu geselle sich nun ein Fischer mit seinem Netze am See, oder ein Schäfer mit seiner Heerde und seinem Hunde auf dem grünen Teppich der Wiese; auch eine alte[1] Ritterburg, einsam auf einer Höhe gelegen, wo durch des Fensters Trümmer, im Gegenscheine der untergehenden Sonne, sich des Vollmondes falbes Licht blicken läßt, und über welcher einige Vögel schwärmen etc. Freilich muß aber der Landschaftsmaler eine glühende Phantasie[1], ein dichterisches Gefühl besitzen, um den Beschauer, durch eine glückliche und harmonische Zusammenstellung des Ganzen, durch eine richtige Perspective, durch ein heiteres[1], frisches, überhaupt dem Gegenstande angemessenes, Kolorit, durch sanfte Verschmelzung der Tinten in einander, zu fesseln und sein Gemüth zu dem Schönen[1] zu erheben. Hierin zeichneten sich vorzüglich aus Claude Lorrain, Poussin, Vernet, Hackert etc. etc. [...] In der Poesie[11] wird das Romantische auch nur in einer üppigen und mannigfaltigen[1] Umgebung gefunden. vgl. [1]

[17] Mereau, Amd. u. Ed. I (1803), 128: Die Schönheit[1] der Gegend überraschte mich, denn die glückliche Stellung der Gebirge, die sich um das schöne[1] Thal ziehen, bildete sehr romantische Parthien und einen reizenden Grund [...].

[18] Mereau, Amd. u. Ed. II (1803), 145: Wir kamen an eine Stelle, ⟨145⟩ die romantisch schön[1] war. Eine Grotte, aus deren Tiefe ein Quell mit kühlendem, klaren Wasser hervor sprudelte. Der grüne, unbeschreiblich frische Rand des Ufers, und die röthliche Felswand der Grotte, welche mit überhangendem, grünen Gesträuch bewachsen war, spiegelten sich in der klaren Fluth, und bildeten einen reizenden malerischen[4] Anblick. Hohe Pinien, die mit ihren schlanken, königlichen Wuchs und dunkelgrünen, schön[1] geründeten Kronen, jedem Ort, wo sie stehen, ein romantisches, feierliches Ansehen geben, verschlossen die Aussicht, bis auf eine kleine Oeffnung, durch welche der Blick auf weite, helle Gegenden fiel, wo dichte Wälder von Fruchtbäumen, mit Saatfeldern vermischt, sich zeigten, wo das hohe Korn im Schatten der Bäume schwankte, und die Weinranken wie Kränze, ⟨146⟩ von einem Baum zum andern voll Trauben hiengen, und eine immer fortgehende Laube bildeten.

[19] Mereau, Amd. u. Ed. II (1803), 176: Romantischer als die Gegend, worin diese Einsiedelei liegt, vermag die fruchtbarste Einbildungskraft[1] sich nichts zu denken. Hohe, steile Felsenwände, die von der Allmacht eines Gottes aus einander zerrissen zu sein scheinen, um⟨177⟩schließen ein enges, tiefes Thal, das aber nichts Furchtbares, nichts Beängstigendes hat, weil es, nach beiden Seiten hin, freundlich geöffnet, sich in einem fernen, lachenden Grund zu endigen scheint.

[20] Novalis, an seinen Vater (9. 2. 1793), NS 4, 109: Die Erfahrung wird ihre Hand an meine Bildung[13] legen und in ihrem hellen Lichte wird manche romantische[2/4] Jugendidee verschwinden und nur der stillen, zarten Wahrheit, dem einleuchtenden Sinn[2] des Sittlichguten, Schönen[1] und Bleibenden den Plaz überlassen. [...] Mir wird die Subordination, die Ordnung, die Einförmigkeit, die Geistlosigkeit des Militairs sehr dienlich seyn. Hier wird meine Fantasie[2/3] das Kindische, Jugendliche verlieren, was ihr anhängt und gezwungen seyn sich nach den festen Regeln eines Systems zu richten. Der Romantische[2/4] Schwung wird in dem alltäglichen, sehr unroman⟨110⟩tischen Gange meines Lebens viel von seinem schädlichen Einfluß auf meine Handlungen[1] verlieren und nichts wird mir übrigbleiben als ein dauerhafter, schlichter bonsens, der für unsre modernen[5] Zeiten[4] den angemessensten, natürlichsten[5] Gesichtspunkt darbietet.

[21] Novalis, Allg. Brouill. (*1798), NS 3, 277, Nr. 213: Litter[atur]. Gelehrsamkeit entspricht dem Gedächtniß. Fähigkeit oder Geschicklichkeit dem Geist. Beydes verbinden h[eißt] beydes, als ein Binomium ansehn und dieses potenziren. | (Romantische[2/1] Gelehrsamkeit – und romantische[2/1] Geschicklichkeit – Combinations und Variationsfertigkeit.)

[22] Novalis, Allg. Brouill. (*1798), NS 3, 308, Nr. 373: Briefe[1] sollen Erholungen seyn und ich sollte sie auch, als solche, für mich bearbeiten. Abends Briefe[1] – leicht, frey, romantisch[2/1], mannichfaltig[1] – Vorarbeit zum Roman.

[23] Novalis, Versch. Fragm. (*1798), NS 2, 559, Nr. 157: Die Geognostische oder Landschafts Fantasie wird im Meister gar nicht berührt. Die Natur läßt Göthe nur sehr selten mitwircken. Im Anfang des 4ten Theils einmal. Beym Raeuberanfall berührt Göthe nur im Vorbeygehn die romantische Waldhöhe mit. ⦿

[24] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 33 f. (34): Die Höhle war trocken und mit reinlichem Moose bewachsen. Der Jüngling zündete schnell ein Feuer von Reisern und Moos an, woran sie sich trocknen konnten, und die beyden Liebenden sahen sich nun auf eine wunderbare Weise von der Welt entfernt, aus einem gefahrvollen Zustande gerettet, und auf einem bequemen, warmen Lager allein nebeneinander. [...] Die Laute hatte der Jüngling mitgenommen, und sie gewährte ihnen jetzt eine aufheiternde und beruhigende Unterhaltung bey dem knisternden Feuer. Eine höhere Macht [...] brachte ⟨34⟩ sie unter sonderbaren Umständen in diese romantische Lage.

[25] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 723: Der Natur[1] des romantischen[9/2] Princips gemäß stellt die moderne[1] Komödie die Handlung[3] als Handlung[3] nicht rein, isoliert und in der plastischen[3] Beschränkung des alten[2] Drama dar, sondern sie gibt zugleich ihre ganze Begleitung. Volltext

[26] A. W. Schlegel, Ath.-Fragm. (1798), 49, Nr. 190: Die einförmigste und flachste Natur[2] erzieht am besten zum Landschaftsmahler. Man denke an den Reichthum der Holländischen Kunst[11] in diesem Fache. Armuth macht haushälterisch: es bildet sich ein genügsamer Sinn[5], den selbst der leiseste Wink höheres Lebens in der Natur[2] erfreut. Wenn der Künstler dann auf Reisen romantische Szenen kennen lernt, so wirken sie desto mächtiger auf ihn. Volltext

[27] A. W. Schlegel, Vorles. philos. Kunstlehr. (!1798–99), KAV 1, 82: Das Wesen der Chansons ist die sentimentale Reflexion über das unendliche Streben und die Widersprüche in der romantischen[9/4/2/8] Liebe. Die Canzone kann man kurz als die über sich selbst reflektierende Ode charakterisieren. Ihre eigenen Weisen sind ihre langen Strophen, weibliche Schlüsse der Verse und vielfach verschlungene Reime. (Das Romantische[9/2/8] überhaupt besteht im Kontraste.) Sie hat daher den Charakter[1] eines musikalischen[3] Selbstgespräches und liebt wunderbare Visionen und Allegorien.

[28] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. I (!1801–02), KAV 1, 195: Höchst wesentlich ist für die Kunstgeschichte die Anerkennung des Gegensatzes zwischen dem modernen[1] und antiken[2] Geschmack. [...] Man hat den Charakter[1] der antiken[2] Poesie[11] mit der Bezeichnung classisch[2/4/6], den der modernen[1] [als] romantisch[9/2/8] bezeichnet; [...] sehr treffend. Es ist eine große Entdeckung für die Kunstgeschichte daß dasjenige, was man bisher als die ganze Sphäre der Kunst[3] betrachtete (indem man den Alten[2] die uneingeschränkte Autorität zugestand) nur die eine Hälfte ist: das classische[6] Alterthum[3] kann dadurch weit besser verstanden werden als aus sich allein.

[29] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. I (!1801–02), KAV 1, 439: Wirkung des Reimes überhaupt: Verknüpfung, Paarung, Vergleichung. Erregte Erwartung schon im einzelnen Verse und Befriedigung. Erinnerung und Ahndung, statt daß die alte Rhythmik immer in der Gegenwart festhält, und allen Theilen gleiche Dignität giebt. – Daher ⟨439⟩ liegt im Reime das romantische Prinzip, welches das entgegengesetzte des plastischen[3] Isolierens ist. Allgemeines Verschmelzen, hinüber und herüber ziehen, Aussichten ins Unendliche.

[30] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. I (!1801–02), KAV 1, 461 f. (462): Weit reiner [findet sich die Scheidung der Dichtarten] in der antiken[2] Poesie[11], weswegen diese vorzugsweise als Kunst[9] ⟨462⟩ und classisch[4] erscheint. In der romantischen[9/2] Poesie[11] eine unauflösliche Mischung aller poetischen[4] Elemente. Daher daß man sie verkennt. Die eigentlichen Originalwerke der Neueren[3] ganz übersehen, die schlechten Nachahmungen der Alten[2] als das Wichtigste gepriesen. Keinen Sinn[5] für das Chaos. Auch das Universum bleibt der höhern Ansicht immer noch Chaos. Das Streben nach dem Unendlichen ist in der Romantischen[9/2/8] Poesie[11] nicht bloß im einzelnen Kunstwerke[2] ausgedrückt, sondern im ganzen Gange der Kunst[3]. Gränzenlose Progressivität.

[31] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. III (!1803–04), KAV 2.1, 12: Romanisch, Romance, nannte man die neuen aus der Vermischung des Lateinischen mit der Sprache[3] der Eroberer entstandnen Dialekte[1]; daher Romane, die darin geschriebnen Dichtungen, woher denn romantisch[1/9/2] abgeleitet ist, und ist der Charakter[1] dieser Poesie[11] Verschmelzung des altdeutschen mit dem späteren, d. h. christlich gewordnen Römischen, so werden auch ihre Elemente schon durch den Namen angedeutet.

[32] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. III (!1803–04), KAV 2.1, 189: Allein das ist ausgemacht, daß viele der modernen[7] und unromantischen Romane sich gerade dasselbe zum Ziel gesetzt, was die Novelle: nämlich Erfahrungen über den Weltlauf mitzutheilen, und etwas als wirklich geschehen zu erzählen. Daher die vielen Überschriften: kein Roman, wahre Geschichte[8] u. s. w. Wie wenige dieß leisten, liegt wieder am Tage. Denn erstens enthalten sie keine Wahrheit, sondern Fratzen, und zweytens geschieht auch nichts darin. Im besten Falle aber, wenn beydes geleistet wird, wofern das Detail keine Heiterkeit[4], keinen fantastischen[2] Farbenzauber, mit einem Worte keinen poetischen[3] Werth an sich hat, so muß doch der Gehalt eines solchen Romans auf das eigentlich Factische reducirt werden, d. h. dasjenige was sich darin zur Novelle qualifizirt.

[33] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. I (1809), 13: Das ganze Spiel lebendiger Bewegung beruht auf Einstimmung und Gegensatz. Warum sollte sich diese Erscheinung nicht auch in der Geschichte[1] der Menschheit im großen wiederhohlen? Vielleicht wäre mit diesem Gedanken der wahre Schlüssel zur alten[2] und neuen[5] Geschichte[1] der Poesie[11] und der schönen[2] Künste[1] gefunden. Die, welche dieß annahmen, haben für den eigenthümlichen Geist[13] der modernen[1] Kunst[2], im Gegensatz mit der antiken[2] oder classischen[6/4], den Namen romantisch[9/2] erfunden. Allerdings nicht unpassend: das Wort[1] kommt her von romance, der Benennung der Volkssprachen, welche sich durch die Vermischung des Lateinischen mit den Mundarten[1] des Altdeutschen gebildet hatten, gerade wie die neuere[3] Bildung[5] aus den fremdartigen Bestandtheilen der nordischen Stammesart und der Bruchstücke des Alterthums[4] zusammengeschmolzen ist, da hingegen die Bildung[5] der Alten[2] weit mehr aus einem Stücke war. Volltext

[34] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 13 f.: Die antike[2] Kunst[4] und Poesie[11] geht auf strenge Sonderung des Ungleichartigen, die romantische[9/2?] gefällt sich in ⟨14⟩ unauflöslichen Mischungen; alle Entgegengesetzten: Natur[12] und Kunst[13], Poesie[3] und Prosa[1], Ernst und Scherz, Erinnerung und Ahndung, Geistigkeit und Sinnlichkeit, das Irdische und Göttliche, Leben und Tod, verschmelzt sie auf das innigste mit einander. [...] [D]ie gesamte alte[2] Poesie[11] und Kunst[4] [ist] gleichsam ein rhythmischer Nomos, eine harmonische Verkündigung der auf immer festgestellten Gesetzgebung einer schön[1] geordneten und die ewigen Urbilder der Dinge in sich abspiegelnden Welt. Die romantische[9/2] hingegen ist der Ausdruck des geheimen Zuges zu dem immerfort nach neuen[1] und wundervollen Geburten ringenden Chaos, welches unter der geordneten Schöpfung, ja in ihrem Schooße sich verbirgt: der beseelende Geist[13/1] der ursprünglichen Liebe schwebt hier von neuem[2] über den Wassern. Jene ist einfacher, klarer, und der Natur[2] in der selbständigen Vollendung ihrer einzelnen Werke ähnlicher; diese, ungeachtet ihres fragmenta⟨15⟩rischen Ansehens, ist dem Geheimniß des Weltalls näher. Denn der Begriff[4] kann nur jedes für sich umschreiben, was doch der Wahrheit nach niemals für sich ist; das Gefühl wird alles in allem zugleich gewahr. Volltext

[35] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 15 f.: Was nun die dichterische Gattung betrifft, womit wir uns hier beschäftigen, so verglichen wir die antike[2] Tragödie mit einer Gruppe in der Sculptur: die Figuren entsprechen dem Charakter[7], ihre Gruppirung der Handlung[3], und hierauf ist, als auf das einzige Dargestellte, die Betrachtung bey beyden Arten von Kunstwerken[1] ausschließlich gerichtet. Das romantische[9/2] Drama denke man sich hingegen als ein großes Gemälde, wo außer der Gestalt und Bewegung in reicheren Gruppen auch noch die Umgebung der Personen mit abgebildet ist, nicht blos die nächste, sondern ein bedeutender Ausblick in die Ferne, und dieß alles unter einer magischen Beleuchtung, welche den Eindruck so oder anders bestimmen hilft. | Ein solches Gemählde wird weniger vollkommen begränzt seyn als die Gruppe, denn es ist wie ein ausgeschnittnes Bruchstück aus dem optischen Schauplatze der Welt. [...] ⟨16⟩ [...] | Gerade dergleichen Schönheiten[1] sind dem romantischen[9/2] Drama eigenthümlich. Es sondert nicht strenge wie die alte[2] Tragödie den Ernst und die Handlung[1] unter den Bestandtheilen des Lebens aus; es faßt das ganze bunte Schauspiel desselben mit allen ⟨17⟩ Umgebungen zusammen, und indem es nur das zufällig neben einander befindliche abzubilden scheint, befriedigt es die unbewußten Foderungen der Fantasie[3], vertieft uns in Betrachtungen über die unaussprechliche Bedeutung des durch Anordnung, Nähe und Ferne, Colorit und Beleuchtung harmonisch gewordnen Scheines, und leiht gleichsam der Aussicht eine Seele. Volltext

[36] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 426 f.: Was die Menge in unsern halb rührenden, halb drolligen Dramen am meisten anzieht, die uns bald nach Peru, bald nach Kamtschatka, bald in die Ritterzeit versetzen, während die Gesinnungen modern[4] und empfindsam bleiben, ist immer eine Fratze des Romantischen, die man auch in den abgeschmacktesten Zauber-Opern noch wieder kennt. [...] ⟨427⟩ [...] Auf hundert Komödienzetteln wird der Name romantisch an rohe und verfehlte Erzeugnisse verschwendet und entweiht; es sey uns erlaubt, ihn durch Kritik[2] und Geschichte[4] wieder zu seiner wahren Bedeutung zu adeln. Volltext

[37] C. Schlegel, Gemählde (1799), Ath 2/SW 9, 81: Nach ihm vermehrt und verengt sich das Getümmel der Dienerschaft und des Gepäckes, Menschen und Pferde romantisch durcheinander. Volltext

[38] F. Schlegel, Lucinde (1799), 34: Die Blüthen aller Dinge jeglicher Art flicht Poesie[5] in einen leichten Kranz und so nennt und reimt auch Wilhelmine Gegenden, Zeiten, Begebenheiten, Personen, Spielwerke und Speisen, alles durch einander in romantischer Verwirrung, so viel Worte[2] so viel Bilder; und das ohne alle Nebenbestimmungen und künstlichen Übergänge, die am Ende doch nur dem Verstande[1] frommen und jeden kühneren Schwung der Fantasie[2] hemmen. Volltext

[39] F. Schlegel, Gespr. Poes. (1800), 103: Wären uns nur die Schätze des Orients[1] so zugänglich wie die des Alterthums[4]! [...] Im Orient[1] müssen wir das höchste Romantische suchen, und wenn wir erst aus der Quelle schöpfen können, so wird uns vielleicht der Anschein von südlicher Gluth, der uns jetzt in der spanischen Poesie[11] so rei⟨104⟩zend ist, wieder nur abendländisch[2] und sparsam erscheinen. Volltext

[40] F. Schlegel, Gesch. d. Lit. (1812), Dt. Mus. 1, 461 f. (462): Das Genie[2] des Cervantes abgerechnet, dem wohl einiges frey stand, was einem andern zur Nachfolge nicht zu rathen wäre; so waren auch die Verhältnisse, unter denen er in Prosa[1] darstellte und dichtete, ungleich günstiger, als die seiner Nachfolger. Das ⟨462⟩ wirkliche Leben in Spanien war damals noch mehr ritterlich und romantisch[2], als in sonst irgend einem Lande von Europa. Selbst der Mangel an einer allzustreng vervollkommneten bürgerlichen Ordnung, das freyere und wildere Leben in den Provinzen konnte für die Poesie[15] günstiger seyn. | In allen diesen Versuchen, die prosaische[3] Wirklichkeit durch Witz[4] und Abentheuer, oder durch Geist[26] und Gefühlserregung zu einer Gattung der Dichtkunst zu erheben, sehen wir die Verfasser immer auf irgend eine Weise eine poetische[3] Ferne suchen; sey es nun in dem Künstlerleben des südlichen Italiens, wie oft in den deutschen Romanen; oder in den amerikanischen Wäldern und Wildnissen, was vielfältig bey den Ausländern versucht worden. Ja, wenn auch die Begebenheit ganz im Lande und in der Sphäre des einheimischen bürgerlichen Lebens spielt, immer strebt die Darstellung, so lange sie noch Darstellung bleibt, und nicht bloß in ein Gedankenspiel der Laune, des Witzes[2] und des Gefühls sich auflöst, auf irgend eine Weise aus der beengenden Wirklichkeit sich heraus zu arbeiten, und irgend eine Oeffnung, einen Eingang zu gewinnen in ein Gebiet, wo die Fantasie[1] sich freyer bewegen kann; wären es auch nur Reiseabentheuer, Zweykämpfe, Entführungen, eine Räuberbande oder die Ereignisse und Verhältnisse einer fahrenden Schauspielergesellschaft. | Der Begriff[1] des Romantischen[2/1] in diesen Romanen, selbst in vielen der bessern und berühmtesten, fällt meistens ganz zusammen mit dem Polizeywidrigen. Ich ⟨463⟩ erinnere mich hiebey der Aeußerung eines berühmten Denkers, welcher der Meynung war, daß bey einer durchaus vollkommenen Polizey [...] ein Roman schlechtweg unmöglich seyn würde, weil alsdann gar nichts im wirklichen Leben vorkommen könnte, was dazu irgend Veranlassung, oder einen wahrscheinlichen Stoff darbieten würde. Volltext

[41] F. Tieck, an Th. Winkler (23. 4. 1825), MZM, 110: Ich habe in dem Ihnen beiliegenden Aufsatz die früheren Verhältnisse in Berlin nur sehr unbestimmt erwähnt, und dies vorsätzlich, weil ich nicht glaube daß es Rauch angenehm wäre, wenn dies weitläuftiger geschehe, weil eine wahre Auseinandersetzung des Verhältnisses zu dem Zwecke nicht anwendbar wäre ohne eine völlige Biographie zu werden, welche noch dazu etwas romantisch klingen möchte.

[42] L. Tieck, an F. Schlegel (Mitte März 1801), L, 58: Das Romantische ist ein Chaos, aus dem sich notwendig wieder eine Gewisheit, wenn man es so nennen will, entwickeln muß.

[43] L. Tieck, Phantasus I (1812), 22: O das ist ja eben das Himmlische der Freundschaft, sich im geliebten Gegenstande ganz zu verlieren, neben dem Verwandten so viel Fremdartiges, Geheimnißvolles ahnden, mit herzlichem Glauben und edler Zuversicht auch das Nichtverstandne achten, durch diese Liebe Seele zu gewinnen und Seele dem Geliebten zu schenken! Wie roh leben diejenigen, und verletzen ewig sich und den Freund, die so ganz und unbedingt sich verstehn, beurtheilen, abmessen, und dadurch nur scheinbar einander angehören wollen! das heißt Bäume fällen, Hügel abtragen und Bäche ableiten, um allenthalben flache Durchsicht, Mittheilung und Verknüpfung zu gewinnen, und einen schönen[1] romantischen Park deshalb verderben.

[44] Uhland, Romant. [Entw.] (*?1807), FS 2, 402: Es gehört großer poetischer[2] Reichtum dazu, um im Romantischen[11/2] zu glänzen. Der romantische[11/2] Dichter darf nicht mit ewig wiederkehrenden Bildern, mit längst verdufteten Blumen die Welt langweilen und anwidern. Ein schöpferischer Geist[31] muß mit gewaltigem Zauberstab immer neue[1] und wechselnde Erscheinungen hervorrufen. Auch ist es nicht damit getan, das buntfarbige Feuerwerk spielen zu lassen, das mit zuckenden, sich kreuzenden Lichtern das Auge blendet. Wir wollen nicht bunte[1] Seifenblasen der Phantasterei vor uns aufsprudeln sehen; im Spiele soll Bedeutung liegen, im Bilde das göttliche Leben.

[45] Wackenroder, an seine Eltern (1793), VL 2, 158: Die sinnlichen Schönheiten[2] fürs Auge, können nur durchs Auge, im Original der Natur[2], oder in Nachahmungen des Pinsels, vollkommen empfunden werden. – Doch ich schwatze zuviel, da ich Ihnen bloß sagen wollte, daß ich Ihnen unmöglich ein treues Gemählde von der Folge einzelner Romantischer Aussichten, die wir diesen Vormittag u[nd] auf der ganzen Reise hatten, geben kann.

[46] Wackenroder, an seine Eltern (1793), VL 2, 176: Berneck liegt am weißen Main, den man hier mehrmals passiren muß: er ist nur flach. Nun kommt man über Wiesen, u[nd] durch sehr schöne[1], romantische, arkadische Thäler, deren Anblick unser Auge nach den rauhen Gegenden vom Fichtelgebirge u[nd] von Berneck [...] sehr angenehm erquickte.

[47] Winkelmann, Maria (1801), SWB 16, 567: In dieser romantischen Gegend bin ich sehr gern, diese Verwirrung zerbrochener Felsstücke, einsame Wasserfälle, überall Trümmern und Zerstörung, thut mir sehr wohl.

[48] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (
2
1796), 965.

[49] Ahlefeld, Marie Müller (21814), 70.

[50] Börne, Schild. Paris IX (1823), SS 2, 45.

[51] Börne, Schild. Paris XV (1823), SS 2, 76.

[52] Börne, Brf. Paris I (1832), SS 3, 52.

[53] Brentano, Godwi (1801), SWB 16, 129.

[54] Brentano/Görres, BOGS (1807), 10.

[55] Brockhaus, Conv.-Lex. I (1809), 366 f. (367).

[56] Brockhaus, Conv.-Lex. II (1809), 122.

[57] Brockhaus, Conv.-Lex. II (1809), 367.

[58] Brockhaus, Conv.-Lex. IV (1809), 299.

[59] Brockhaus, Conv.-Lex. IV (1809), 326.

[60] Brockhaus, Conv.-Lex. V (1809), 171.

[61] Brockhaus, Conv.-Lex. VI (1809), 378.

[62] Brockhaus, Conv.-Lex. VI (1809), 411.

[63] Brockhaus, Conv.-Lex. VII (1809), 374.

[64] Ditters von Dittersdorf [Spazier], Lebensbeschr. (1801), 76.

[65] Ditters von Dittersdorf [Spazier], Lebensbeschr. (1801), 195.

[66] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 76.

[67] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 102 f..

[68] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 255.

[69] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 266.

[70] Eichendorff, Dicht. u. Ges. (1834), 348.

[71] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), X.

[72] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), 10.

[73] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), 112.

[74] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), 124.

[75] G. Forster, Reise u. d. Welt I (1778), 203 f. (204).

[76] G. Forster, Reise u. d. Welt II (1780), 66.

[77] G. Forster, Reise u. d. Welt II (1780), 115.

[78] G. Forster, Leitfad. Gesch. d. Menschh. (1789), 282.

[79] G. Forster, Ansichten I (1791), W 2, 532.

[80] Frank, Selbstbiogr. (1821), 154.

[81] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 58 f. (59).

[82] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 95.

[83] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 125.

[84] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 135.

[85] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 143.

[86] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 144.

[87] Frölich, Virginia (1819 [1820]), 176.

[88] Gerstenberg, Merkw. Litt. I (1766), 20.

[89] Goethe, an Hzg. Carl August (24. 12. 1775), WA IV, 3, 10.

[90] Goethe, Wilh. Meister IV (1795), WA I, 22, 37.

[91] Goethe, Class. u. Rom. (1820), WA I, 41.1, 137.

[92] Goethe, Theiln. d. Frz. (*?1828), WA I, 49.2, 494.

[93] Goethe, Max. u. Refl. (*?1829; 1836), WA I, 41.2, 246 f..

[94] Gutzkow, Wally (1835), 5.

[95] v. d. Hagen, Vorr. Lit. Grdriß (1812), III f. (IV).

[96] v. d. Hagen, Vorr. Lit. Grdriß (1812), V.

[97] Heine, an F. Steinmann / J. B. Roussau (29. 10. 1820), HSA, 20.

[98] Heine, an F. Steinmann (4. 2. 1821), HSA, 20.

[99] Heine, Relig. u. Philos. in Dtld. (1835), DHA 8.1, 45.

[100] Heine, Romant. Schule (1836), 19.

[101] Herder, Krit. Wäld. I (1769), 179 f. (180).

[102] Herder, Krit. Wäld. II (1769), 195.

[103] Hirschfeld, Gartenkunst I (1779), 214.

[104] Hirschfeld, Gartenkunst III (1780), 92 f. (93).

[105] Hirschfeld, Gartenkunst III (1780), 97.

[106] Hirschfeld, Gartenkunst III (1780), 220 f. (221).

[107] Hirschfeld, Gartenkunst III (1780), 228 f. (229).

[108] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 58.

[109] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 69.

[110] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 90 f..

[111] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 92.

[112] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 103.

[113] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 105.

[114] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 109 (1).

[115] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 109 (2).

[116] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 110.

[117] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 112.

[118] Hirschfeld, Gartenkunst IV (1782), 113.

[119] Hirschfeld, Gartenkunst V (1785), 43.

[120] Hirschfeld, Gartenkunst V (1785), 44 f. (45).

[121] Hirschfeld, Gartenkunst V (1785), 47, Anm..

[122] Hoffmann, J. Callot (1814), 5.

[123] Th. Huber, Holland (1811), 172, Anm..

[124] Jean Paul, Vorsch. Ästh. I (1804), 22.

[125] Krünitz, Oecon. Encycl. XVI (1779; 21787), 169.

[126] Krünitz, Oecon. Encycl. XXIII (1781; 21790), 310.

[127] Krünitz, Oecon. Encycl. XXIX (1783; 21792), 194.

[128] Krünitz, Oecon. Encycl. XXXVII (1786), 530.

[129] Krünitz, Oecon. Encycl. XLIX (1790), 361.

[130] Krünitz, Oecon. Encycl. LX (1793), 74.

[131] Krünitz, Oecon. Encycl. LXIV (1794; 21803), 443.

[132] Krünitz, Oecon. Encycl. LXIV (1794; 21803), 418.

[133] Krünitz, Oecon. Encycl. LXIV (1794; 21803), 427.

[134] Krünitz [Flörke], Oecon. Encycl. XCVI (1804), 676.

[135] Krünitz [Flörke], Oecon. Encycl. CXXII (1813), 182.

[136] Krünitz [Korth], Oecon. Encycl. CXXV (1818), 153.

[137] Lichtenberg, Brf. aus Engl. III (1778), SuB 3, 358.

[138] Mereau, Blüth. d. Empf. (1794), 78.

[139] Mereau, N. de Lenclos (1802), Kalath. 2, 68.

[140] Mereau, Amd. u. Ed. I (1803), 37.

[141] Mereau, Amd. u. Ed. I (1803), 48.

[142] Mereau, Amd. u. Ed. II (1803), 31.

[143] Mereau, Amd. u. Ed. II (1803), 37.

[144] Mereau, Amd. u. Ed. II (1803), 54.

[145] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 164.

[146] A. Müller, Beredsamk. (!1812; 1816), 266.

[147] Nissen, Mozart (1828), 502.

[148] Nissen, Mozart (1828), 543 f. (544).

[149] Novalis, an Chr. G. Wolf (?1789), NS 4, 66.

[150] Novalis, Giasar (*?1789), NS 1, 575.

[151] Novalis, an Schiller (7. 10. 1791), NS 4, 99.

[152] Novalis, Tageb. (*1793), NS 4, 14.

[153] Novalis, Tageb. (*1793), NS 4, 17.

[154] Novalis, Allg. Brouill. (*1798), NS 3, 280, Nr. 234.

[155] Novalis, Allg. Brouill. (*1798), NS 3, 302, Nr. 342.

[156] Novalis, Allg. Brouill. (*1798), NS 3, 303, Nr. 347.

[157] Novalis, an C. Schlegel (27. 2. 1799), NS 4, 279.

[158] Novalis, Fragm. u. Stud. (*1800), NS 3, 654, Nr. 580.

[159] Novalis, Fragm. u. Stud. (*1800), NS 3, 685, Nr. 668.

[160] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 49.

[161] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 99.

[162] Novalis, Aftdg I (*1799–1800; 1802), 115.

[163] Novalis, Aftdg II (*1799–1800), 183 f. (184).

[164] Reichardt, Liedersp. (1804), XIII.

[165] Reichardt, Liedersp. (1804), XVI.

[166] Rückert, Ged. I (1838), W 1, 264.

[167] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 669.

[168] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 670.

[169] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 670 f. (671).

[170] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 671.

[171] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 672.

[172] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 677