Wortliste
Struktur
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Semantik 
3. ›analytisches Vermögen: Verstand, Auffassungsgabe, Begriffsvermögen, Klugheit, Einsicht, Spitzfindigkeit, Scharfsinn‹.
Belege 
[1] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 30: Durch trocknen Witz und öftere Wiederhohlungen fällt man oft in das Abgeschmackte.

[2] A. v. Arnim, Halle u. Jerus. (*1809; 1811), SW 16, 343: [M]it schwachem Witz dreht ihr der Bibel Goldgewebe auf [...].

[3] A. v. Arnim, Kronenwächt. II (*1812–17), RuE 1, 900: Es traf ihr Witz stets alle neun im Spiel.

[4] B. v. Arnim, Briefw. Kind I (1835), 98: Du mußt andre Räthsel machen, will Dein Witz des meinen lachen! Volltext

[5] B. v. Arnim, Briefw. Kind I (1835), 184: Von den Juden und den neuen Gesetzen ihrer Städtigkeit hat Dir die Mutter schon Meldung gethan; alle Juden schreiben seitdem; der Primas hat viel Vergnügen an ihrem Witz. Volltext

[6] B. v. Arnim, Briefw. Kind III (1835), 107: Mancher will sich selbst beherrschen, daran scheitert jeder Witz, jede List, jede Ausdauer; er muß sich selbst beherrschen lassen durch seinen Genius, durch seine idealische Natur[1].

[7] Goethe, Faust I (1808), WA I, 14, 102, V. 2162: Ich muß dich nun vor allen Dingen | In lustige Gesellschaft bringen, | Damit du siehst wie leicht sich's leben läßt. | Dem Volke[7] hier wird jeder Tag ein Fest. | Mit wenig Witz und viel Behagen | Dreht jeder sich im engen Zirkeltanz, | Wie junge Katzen mit dem Schwanz.

[8] W. A. Mozart, an seinen Vater (15. 12. 1781), S 2, 142: bevor ich ihnen von meinem gewäsche frey mache, muß ich ihnen doch noch näher mit dem karackter[2] meiner liebsten konstanze bekannt machen. – sie ist nicht hässlich[1], aber auch nichts weniger als schön[1]. – ihre ganze schönheit[1] besteht, in zwey kleinen schwarzen augen, und in einem schönen[1] Wachsthum. sie hat keinen Witz, aber gesunden Menschenverstand genug, um ihre Pflichten als eine frau und Muter erfüllen zu können.

[9] Scheibe, Musik. Compos. (1773), 345: Nachdem man nun mit den Tönen und insonderheit mit der schon erfundenen Ordnung derselben immer bekannter ward, auch die menschliche Stimme erst durch Witz und nach und nach auch durch Kunst[2] verschönert, und ihr Umfang mit mehrern Tönen bereichert ward, nachdem erfand man vermittelst der Klanggeschlechte mehrere Töne und mehrere Abänderungen der Haupttöne.

[10] Schiller, Rez. Räub. (1782), NA 22, 128 f. (129): Schlechter bin ich mit dem Vater zufrieden. Er soll zärtlich und schwach sein, und ist klagend und kindisch. Man sieht es ⟨129⟩ schon daraus, daß er die Erfindungen Franzens, die an sich plump und vermessen genug sind, gar zu einfältig glaubt. Ein solcher Charakter[7] kam freilich dem Dichter zu statten, um Franzen zum Zweck kommen zu lassen, aber warum gab er nicht lieber dem Vater mehr Witz, um die Intrigen des Sohnes zu verfeinern? Franz muß allem Ansehen nach seinen Vater durchaus gekannt haben, daß er es für unnötig hielt, seine ganze Klugheit an ihm zu verschwenden?

[11] Schiller, an Körner (10. 2. 1785), NA 23, 178: Hinter die räzelhafte Deke der Zukunft kann der Mensch ohnehin nicht sehen. Ein Moment kann meinen jezigen Entwürfen ja eine ganz besondere – glükliche – Richtung geben. Gesegnet sei der Zufall (sagt Ferdinand v. Walter) er hat größere Thaten gethan als die klügelnde Vernunft, und wird beßer bestehen an jenem Tag, als der Wiz aller Weisen.

[12] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 262.

[13] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 515.

[14] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 517.

[15] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 442.

[16] Adelung, Gramm.-krit. Wb. IV (21801), 951.

[17] Adelung, Gramm.-krit. Wb. IV (21801), 1343 f..

[18] A. v. Arnim, Dolores (1810), RuE 1, 212.

[19] A. v. Arnim, Dolores (1810), RuE 1, 282.

[20] A. v. Arnim, Loch (1813), 8.

[21] B. v. Arnim, Briefw. Kind II (1835), 4.

[22] B. v. Arnim, Briefw. Kind II (1835), 43.

[23] B. v. Arnim, Günder. I (1840), 290.

[24] B. v. Arnim, Günder. II (1840), 18.

[25] B. v. Arnim, Frühlingskr. (*1800–04; 1844), 220.

[26] Aurbacher, Volksbüchl. I (1827), 73.

[27] Aurbacher, Volksbüchl. I (1827), 175.

[28] Aurbacher, Volksbüchl. I (1827), 194.

[29] Brockhaus, Conv.-Lex. I (1809), 21.

[30] Brockhaus, Conv.-Lex. V (1809), 252.

[31] Goethe, Faust I (1808), WA I, 14, 40 f. (41), V. 731.

[32] Schelling, Meth. ak. Stud. (1803), SW I, 5, 246.

[33] Schiller, Bericht Mitschüler (*1774), NA 22, 11.

[34] Schiller, Rez. Räub. (1782), NA 22, 119.

[35] F. Schlegel, Fragm. Litt. u. Poes. (*1797), KFSA 16, 104, Nr. 244 f..

[36] F. Schlegel, Philolog. I (*1797), KFSA 16, 44, Nr. 114.

[37] F. Schlegel, Ath.-Fragm. (1798), 58 f., Nr. 220.

[38] Wackenroder, Phant. ü. d. Kunst (1799), 149.














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