Wortliste
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Kritik
Ohr
progressiv
romantisch
Stimme
Tier
Witz
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Struktur
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Semantik
5.
metaphorisch zu 1: ›eine Vertiefung aufweisendes und/oder ab- bzw. hervorstehendes Ding (der Form nach an ein Ohr1 erinnernd)‹, von unterschiedlichen Gegenständen gesagt, z. B. von speziellen Gewölbeformen in der Architektur [3, 7, 14, 17], von bestimmten Teilen des Pflugs [14], von krampenartigen Widerhaken [1, 14], von Topfhenkeln [10], vom ringförmigen Griff eines Schlüssels [6], vom Nadelöhr [5, 18], von umgeknickten Ecken von Buchseiten oder Spielkarten (,Eselsohren‘) [2, 14, 15], vom Ohrenschutz an Pferde-Kopfmasken [19], von Federohren bei Eulen oder Fasanen [12, 13] oder von Fischkiemen [4, 8, 9, 11, 20].
Belege
[1]
Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1240: So werden die breiten eisernen Ringe, welche vorn und hinten inwendig in die Radenaben geschlagen werden, und mit zwey Ohren oder Widerhaken versehen sind, Büchsen genannt.
[2] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1338: Ein Ohr in einem Buche; welches im verächtlichen Verstande ein Eselsohr genannt wird.
[3] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 602: Das Ohrgewölbe, [...] ein kleineres Gewölbe über dem Fenster oder der Thür in einem größern, welches auch nur das Ohr schlechthin genannt wird [...].
[4] Brockhaus, Conv.-Lex. VIII (1811), 351: Der Schwerdtfisch (Pristis): eine besondere, durch unverschlossene Ohren athmende Gattung von Fischen, mit einem aalförmigen Körper, schwarzer Haut, gespaltenem Maule, und an der Schnauze einem in einen schwerdtförmigen (von 24 und mehr Zähnen besetzten) Schnabel auslaufenden Oberkiefer und kurzem dreieckigen spitzigen Unterkiefer. ⦿
[5] Brockhaus, Bild.-Conv.-Lex. III (1839), 236: Das erste Geschäft bei der Nadelverfertigung ist immer das Geraderichten des ringförmig zusammengewundenen Drahtes und das Zerschneiden in Theile von der den Nadeln entsprechenden Größe oder in sogenannte Nadelschäfte [...]. Hierauf erfolgt das Zuspitzen, dann bei Stecknadeln das Befestigen der aus etwas feinerm Draht besonders verfertigten Knöpfe, bei den Nähnadeln das Öffnen der Ohre und zuletzt, was für Politur und überhaupt für das Äußere zu thun übrig bleibt.
[6] Goethe, Ital. Reise II (1817), WA I, 31, 16: Man brachte mir einen Dreifuß, von der Erde dergestalt erhöht, daß man die Hände bequem drüber halten konnte. Auf demselben war ein flaches Becken befestigt, dieses enthielt ganz zarte glühende Kohlen, gar glatt mit Asche bedeckt. Hier gilt es nun haushältig sein, wie wir es in Rom schon gelernt. Mit dem Ohr eines Schlüssels zieht man von Zeit zu Zeit die oberflächliche Asche behutsam weg, so daß von den Kohlen wieder etwas an die freie Luft gelange.
[7] Hirt, Baukunst (1809), 167: Manchmal wird die Kämpferlinie [›Linie des Auflagers eines Deckengewölbes‹] mit einem Theil der Wölbung durch Seitenöffnungen, als Thüren und Fenster durchschnitten; und dann ein sogenanntes Ohr oder Kappe eingewölbt (Fig d. [❏]).
[8] Krünitz, Oecon. Encycl. I (1773; 21782), 1: Aal, [...] ein bekannter Fisch [...], welcher einer Schlange nicht ungleich siehet [...]. Sein Maul ist mit ganz kleinen Zähnen besetzt. Seine Floßfedern, deren an der Zahl zwey sind, stehen neben den Ohren (Kiemen).
[9] Krünitz, Oecon. Encycl. XXXV (1785), 10: [D]er Fisch war [...] ein Karpfen, [...] welcher sich von den Ohren an, bis an den Schwanz, in nichts von einem ordentlichen Karpfen unterschied; der Kopf aber war von einem Karpfenkopfe gänzlich unterschieden [...].
[10] J. G. Lang, Reise II (1790), 58: Alle Päkke waren schon mit Erbsensuppe angefüllt, und standen vor der Thüre der Küche im Vorrath. Die Aufwärter von den Päkken (welches einer von den sieben zu einem Pakke gehörigen Leuten ist) kamen mit ihren hölzernen Stäbchen in den Händen haufenweiß an, stachen solches in die Ohren des ersten besten Pakkes, und eil〈59〉ten [...] zu ihren wartenden Kameraden, von welchen ein jeder seinen hölzernen Löffel auf dem Huthe oder in den Händen schon bereit hielt. – Nach gespeißter Suppe kehrte der Pakholzmann mit seinem ausgeleerten Zuber zur Küche zurük [...]. – Hierauf ward der Pak oder Zuber ausgespült, und Bier nach Durst und Lust, [...] darin gelanget; deswegen blieb [...] der Pak den ganzen Tag über [...] auch während der Arbeit, bereit oder gefüllt stehen.
[11] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1532.
[12] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1982.
[13] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 48.
[14] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (
[15] Goethe, Farbenl. Polem. Thl. (1810), WA II, 2, 241.
[16] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. IV (1835), 211.
[17] Hirt, Baukunst (1809), 174.
[18] Lichtenberg, Sudelb. F (*1776–79), SuB 1, 488.
[19] J. Schopenhauer, Tante I (1823), 341.
[20] J. H. W. Tischbein, Leb. (*nach1814), 275.
[2] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1338: Ein Ohr in einem Buche; welches im verächtlichen Verstande ein Eselsohr genannt wird.
[3] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (21798), 602: Das Ohrgewölbe, [...] ein kleineres Gewölbe über dem Fenster oder der Thür in einem größern, welches auch nur das Ohr schlechthin genannt wird [...].
[4] Brockhaus, Conv.-Lex. VIII (1811), 351: Der Schwerdtfisch (Pristis): eine besondere, durch unverschlossene Ohren athmende Gattung von Fischen, mit einem aalförmigen Körper, schwarzer Haut, gespaltenem Maule, und an der Schnauze einem in einen schwerdtförmigen (von 24 und mehr Zähnen besetzten) Schnabel auslaufenden Oberkiefer und kurzem dreieckigen spitzigen Unterkiefer. ⦿
[5] Brockhaus, Bild.-Conv.-Lex. III (1839), 236: Das erste Geschäft bei der Nadelverfertigung ist immer das Geraderichten des ringförmig zusammengewundenen Drahtes und das Zerschneiden in Theile von der den Nadeln entsprechenden Größe oder in sogenannte Nadelschäfte [...]. Hierauf erfolgt das Zuspitzen, dann bei Stecknadeln das Befestigen der aus etwas feinerm Draht besonders verfertigten Knöpfe, bei den Nähnadeln das Öffnen der Ohre und zuletzt, was für Politur und überhaupt für das Äußere zu thun übrig bleibt.
[6] Goethe, Ital. Reise II (1817), WA I, 31, 16: Man brachte mir einen Dreifuß, von der Erde dergestalt erhöht, daß man die Hände bequem drüber halten konnte. Auf demselben war ein flaches Becken befestigt, dieses enthielt ganz zarte glühende Kohlen, gar glatt mit Asche bedeckt. Hier gilt es nun haushältig sein, wie wir es in Rom schon gelernt. Mit dem Ohr eines Schlüssels zieht man von Zeit zu Zeit die oberflächliche Asche behutsam weg, so daß von den Kohlen wieder etwas an die freie Luft gelange.
[7] Hirt, Baukunst (1809), 167: Manchmal wird die Kämpferlinie [›Linie des Auflagers eines Deckengewölbes‹] mit einem Theil der Wölbung durch Seitenöffnungen, als Thüren und Fenster durchschnitten; und dann ein sogenanntes Ohr oder Kappe eingewölbt (Fig d. [❏]).
[8] Krünitz, Oecon. Encycl. I (1773; 21782), 1: Aal, [...] ein bekannter Fisch [...], welcher einer Schlange nicht ungleich siehet [...]. Sein Maul ist mit ganz kleinen Zähnen besetzt. Seine Floßfedern, deren an der Zahl zwey sind, stehen neben den Ohren (Kiemen).
[9] Krünitz, Oecon. Encycl. XXXV (1785), 10: [D]er Fisch war [...] ein Karpfen, [...] welcher sich von den Ohren an, bis an den Schwanz, in nichts von einem ordentlichen Karpfen unterschied; der Kopf aber war von einem Karpfenkopfe gänzlich unterschieden [...].
[10] J. G. Lang, Reise II (1790), 58: Alle Päkke waren schon mit Erbsensuppe angefüllt, und standen vor der Thüre der Küche im Vorrath. Die Aufwärter von den Päkken (welches einer von den sieben zu einem Pakke gehörigen Leuten ist) kamen mit ihren hölzernen Stäbchen in den Händen haufenweiß an, stachen solches in die Ohren des ersten besten Pakkes, und eil〈59〉ten [...] zu ihren wartenden Kameraden, von welchen ein jeder seinen hölzernen Löffel auf dem Huthe oder in den Händen schon bereit hielt. – Nach gespeißter Suppe kehrte der Pakholzmann mit seinem ausgeleerten Zuber zur Küche zurük [...]. – Hierauf ward der Pak oder Zuber ausgespült, und Bier nach Durst und Lust, [...] darin gelanget; deswegen blieb [...] der Pak den ganzen Tag über [...] auch während der Arbeit, bereit oder gefüllt stehen.
[11] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1532.
[12] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1982.
[13] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 48.
[14] Adelung, Gramm.-krit. Wb. III (
2
1798), 600.[15] Goethe, Farbenl. Polem. Thl. (1810), WA II, 2, 241.
[16] Herloßsohn, Dam. Conv. Lex. IV (1835), 211.
[17] Hirt, Baukunst (1809), 174.
[18] Lichtenberg, Sudelb. F (*1776–79), SuB 1, 488.
[19] J. Schopenhauer, Tante I (1823), 341.
[20] J. H. W. Tischbein, Leb. (*nach1814), 275.
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