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Semantik 
5. ›sprachliche Äußerung, in der die Beurteilung eines Kunstwerks oder mehrerer Kunstwerke vorgetragen wird‹, insbesondere in schriftlicher Form und als spezifische Textsorte: ›Rezension‹; Metonymie zu 2.
Belege 
[1] Brockhaus, Conv.-Lex. IV (1809), 132: Die Verdienste dieses würdigen Tonkünstlers [sc. J. F. Reichardt] können nicht geläugnet werden. Seine Opern sind, wenn auch nicht immer originell, doch größten Theils sehr schön. Seine Chöre haben viel Erhabenes, und fast immer ist die Musik dem Texte angemessen. Er hat übrigens durch die scharfen Kritiken[5], die er als Schriftsteller über seine Kunst[2] ergehen ließ, vielleicht in den Augen manches Tonkünstlers von seinem Werthe als Mensch verloren. Daß er auch in andern Fächern als Schriftsteller aufgetreten ist, hat das Journal Frankreich gelehrt. Wir unternehmen es nicht, die Aussprüche der Kritik[8] über diese Nebenarbeiten anzuführen und abzuwägen.

[2] W. v. Humboldt, Schiller (1830), GS I, 6.2, 503: Die Recension der Bürgerschen Gedichte [...] hat Schiller'n den Vorwurf der Ungerechtigkeit gegen diesen mit Recht beliebten Dichter zugezogen. Allerdings ist sie streng. [...] Schiller gesteht in einem seiner späteren Briefe[1] auch selbst ein, in jener Kritik das Ideal zu unmittelbar auf einen besonderen Fall angewendet zu haben.

[3] A. W. Schlegel, an Schiller (28. 7. 1797), KW, 44: Auch sage ich Ihnen meinen herzlichsten Dank für die Mittheilung der Kritiken.

[4] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. I (1809), 203: Der Scholiast des Euripides endlich enthält manche kurze und bündige Kritiken über einzelne Stücke, worunter sich wohl Urtheile der alexandrinischen Kritiker erhalten haben könnten [...].

[5] F. Schlegel, Lyc.-Fragm. (1797), 148, Nr. 57: Wenn manche mystische Kunstliebhaber, welche jede Kritik[2] für Zergliederung, und jede Zergliederung für Zerstörung des Genusses halten, konsequent dächten: so wäre Potz tausend das beste Kunsturtheil über das würdigste Werk. Auch giebts Kritiken[5], die nichts mehr sagen, nur viel weitläuftiger.

[6] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 221: Es kamen Schriften, Kritiken oder vielmehr Pasquille auf Ackermann sowohl, wie auf seine ganze Gesellschaft heraus.

[7] Brockhaus, Conv.-Lex. VI (1809), 225.

[8] Brockhaus, Conv.-Lex. VII (1809), 524.

[9] Michaelis, Lebensbeschr. (1793), 42.

[10] Novalis, Blüthenstaub (1798), 88, Nr. 68.

[11] Riepel, Sylbenmaß II (1776), [III] f..

[12] Scheffner, Leben (1816), 137.

[13] A. W. Schlegel, Beytr. (1798), 170.

[14] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. I (1809), 71.

[15] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.1 (1809), 52.

[16] A. W. Schlegel, Vorr. krit. Schr. (1828), X ff..

[17] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 219 f..

[18] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 227.

[19] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 227 f..

[20] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 231.

[21] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 236.

[22] Schulze-Kummerfeld, Leb. I (*1782–?94), 237.

[23] K. A. Varnhagen von Ense, Denkw. II (1837–42), 302.














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