Wortliste
Struktur
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Semantik 
5. ›phantasiebegabte, einfallsreiche, assoziationsfähige Person‹; Metonymie (Pars-pro-toto-Verwendung) zu 1. Belegt sind explikative [1, 2, 3] und implikative [4, 5] Metonymie. ⦿
Belege 
[1] Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 213: Allerley, ein Adjectiv, [...] wird auch zuweilen als ein Substantiv gebraucht, das Allerley, plur. die Allerley, welches gleichfalls unabänderlich, und eine etwas anständigere Benennung des niedrigen Wortes Mischmasch ist. Es wird alsdann so wohl von Schriften gebraucht, welche mehrere verschiedene Gegenstände enthalten, das Schlesische Allerley, das Leipziger Allerley, als auch in den Küchen, von einem Gerichte, in welchem der sinnreiche Witz des Koches vielerley oft sehr widrige Ingredienzien mit einander zu verbinden weiß, und welches man mit einem Französischen Nahmen auch wohl eine Potage nennet.

[2] B. v. Arnim, Briefw. Kind II (1835), 72: Speckbachers Witz hat durch eine Batterie von Baumstämmen als ob es Kanonen wären und durch zusammen gebundne Flintenläufe den Knall nachahmend, den Feind betrogen, gleich drauf die Brücke bei Hall dreimal gestürmt und den Feind mit sammt den Kanonen zurückgetrieben [...].

[3] Brockhaus, Conv.-Lex. VIII (1811), 249.

[4] Goethe, Mied. Tod (1789), WA I, 16, 134, V. 41.

[5] Schiller, an Körner (17. 3. 1802), NA 31, 118.














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