Wortliste
Struktur
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Semantik 
4. ›romanhaft oder -würdig‹ mit Betonung der semantischen Aspekte ›reich, üppig, prächtig, bunt, lebensfroh, mannigfaltig, abwechslungsreich‹, metaphorosem ⦿ zu 1, aitumenosem ⦿ zu 3. Auch in partizipatorischer Verwendung ⦿: ›auf Romantisches4 bezogen, daran interessiert‹ [12].
Belege 
[1] Grosse, Genius II (1792), 174: Deine flammende Seele durchläuft mit Entzücken die genußlos hingeschwundenen Minuten, die ganze Vergangenheit, nur eine Reihe edler[2] und rühmlicher Thaten, in ihr jeden Zeittheil, durch volles ungeschwächtes Bewußtseyn geadelt, Freude und Unmuth, Schmerz und Erhohlung, alles im Gemälde der Zeit[1] romantisch zusam⟨175⟩mengeknüpft, und am Ziele Deines Vermögens erblickst Du im Gefilde der Nachwelt Deinen Nahmen aufblühen und einen Kranz der Unsterblichkeit.

[2] Heine, Intermezz. (1823), 98: Philister in Sonntagsröcklein | Spatzieren durch Wald und Flur; | Sie jauchzen, sie hüpfen wie Böcklein, | Begrüßen die schöne[4] Natur[2]. || Betrachten mit blinzelnden Augen | Wie Alles romantisch blüht; | Mit langen Ohren[2] saugen | Sie ein der Spatzen Lied.

[3] Reichardt, Vertr. Brf. I (1804), 418: Rund um sind kleinere und größere Säle, deren jeder einem Jahrhundert besonders gewidmet ist: vom dreizehnten bis zum achtzehnten Jahrhunderte. In einem solchen Saal sind Statuen, Büsten, Basrelifs, größere und kleinere Monumente aller Art, bis auf die buntgemalten Fensterscheiben, die ein romantisches[4/5] Licht auf die alten[1] Monumente werfen, alle aus demselben Jahrhunderte [...].

[4] F. Schlegel, Gespr. Poes. (1800), 103: Wären uns nur die Schätze des Orients[1] so zugänglich wie die des Alterthums[3]! [...] Im Orient[1] müssen wir das höchste Romantische suchen, und wenn wir erst aus der Quelle schöpfen können, so wird uns vielleicht der Anschein von südlicher[3] Gluth, der uns jetzt in der spanischen Poesie[11] so rei⟨104⟩zend ist, wieder nur abendländisch[2] und sparsam erscheinen. Volltext

[5] Chézy, Gem. Boiß. (*1813; 1818), XV.

[6] Grosse, Genius II (1792), 231 f. (232).

[7] Heine, an F. Steinmann / J. B. Roussau (29. 10. 1820), HSA, 20, 30 f. (31).

[8] W. v. Humboldt, Montserrat (1803), 279.

[9] Krünitz [Korth], Oecon. Encycl. CXXVI (1819), 714 f..

[10] Novalis, Fragm. u. Stud. (*1800), NS 3, 654, Nr. 580.

[11] Rückert, Ged. I (1838), W 1, 264.

[12] A. W. Schlegel, Berl. Vorles. III (!1803–04), KAV 2.1, 49.

[13] A. W. Schlegel, Vorles. üb. Enz. (!1803–04), KAV 3, 346.

[14] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 15 f..

[15] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 53.

[16] A. W. Schlegel, Dramat. Lit. II.2 (1811), 392.

[17] F. Schlegel, Ath.-Fragm. (1798), 28 ff., Nr. 116.

[18] F. Schlegel, Ath.-Fragm. (1798), 129, Nr. 418.

[19] F. Schlegel, Beitr. mod. Poesie (1803), 52.

[20] F. Schlegel, Spr. u. Weish. d. Ind. (1808), 214.

[21] L. Tieck, Phantasus I (1812), 69 f. (70).

[22] Weber, Bach (1821), 227.














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