Wortliste
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Struktur
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Semantik
Belege
[1]
Adelung, Gramm.-krit. Wb. I (21793), 1446: Das Denidōr, oder Denydōr, [...] ein vor kurzem erfundenes musikalisches[1] Instrument[1], welches zehen ganz verschiedene Instrumente[3] in sich vereiniget, lauter eiserne Saiten und vierzehn Register hat, von welchen die meisten doppelt sind. Es fasset über 150 Arten von Stimmen oder Harmonien in sich, so daß man alle Töne[5] aller bekannten Instrumente[3] durch ein bloßes Clavierspielen auf demselben heraus bringen kann. Der Erfinder desselben ist Procopius Divisch, ein Römisch-katholischer Doctor der Theologie und Pfarrer zu Prednitz bey Znaym in Mähren. Der Nahme Denidor ist das Franz. Denis d'or, Latein. Dionysius aureus: denn Divisch bedeutet im Böhmischen Dionysius.
[2] Novalis, Begeist. (*?1790), NS 2, 22 f. (23): Wie sich allmählich die Sprache[1] auszubilden anfing und nicht mehr bloß in Naturtönen stammelte, sondern mit vollem Strome 〈23〉 der Jugendfülle des menschlichen Geschlechts[7] dahinbrauste und jeder Ton[1], jede Stimme derselben fast Empfindung und durch abstrakte Begriffe[1] und Erfahrung noch nicht ausgebildet und verfeinert war, da entstand zuerst die Dichtkunst, die Tochter des edelsten Ungestüms der erhabensten und stärksten Empfindungen der Leidenschaften, die sich zwar nachher wie ein Chamäleon nach den Organisationen[7] der verschiedenen Erdstriche, Zeiten[3] und Charaktere[4] umgebildet, aber in ihrer Urbedeutung, zu ihrer größten Stärke, Zauberei und Wirkung auf die Gemüter, ihrer Mutter, der hohen Begeisterung[1], noch immer nötig hat.
[3] Chr. F. D. Schubart [L. Schubart], Id. Tonk. (*1784–85; 1806), 335: Die Menschenstimme | ist ganz natürlich[4] Urton, und alle übrigen Stimmen der Welt sind nur ferner Nachhall dieser göttlichen Urstimme. Die Menschenkehle ist das erste, reinste, vortrefflichste Instrument[4] in der Schöpfung. Ein natürlich[1] schönsingendes Bauernmädchen rührt mehr, als der erste Violinist der Welt.
[4] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 555.
[5] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 484.
[2] Novalis, Begeist. (*?1790), NS 2, 22 f. (23): Wie sich allmählich die Sprache[1] auszubilden anfing und nicht mehr bloß in Naturtönen stammelte, sondern mit vollem Strome 〈23〉 der Jugendfülle des menschlichen Geschlechts[7] dahinbrauste und jeder Ton[1], jede Stimme derselben fast Empfindung und durch abstrakte Begriffe[1] und Erfahrung noch nicht ausgebildet und verfeinert war, da entstand zuerst die Dichtkunst, die Tochter des edelsten Ungestüms der erhabensten und stärksten Empfindungen der Leidenschaften, die sich zwar nachher wie ein Chamäleon nach den Organisationen[7] der verschiedenen Erdstriche, Zeiten[3] und Charaktere[4] umgebildet, aber in ihrer Urbedeutung, zu ihrer größten Stärke, Zauberei und Wirkung auf die Gemüter, ihrer Mutter, der hohen Begeisterung[1], noch immer nötig hat.
[3] Chr. F. D. Schubart [L. Schubart], Id. Tonk. (*1784–85; 1806), 335: Die Menschenstimme | ist ganz natürlich[4] Urton, und alle übrigen Stimmen der Welt sind nur ferner Nachhall dieser göttlichen Urstimme. Die Menschenkehle ist das erste, reinste, vortrefflichste Instrument[4] in der Schöpfung. Ein natürlich[1] schönsingendes Bauernmädchen rührt mehr, als der erste Violinist der Welt.
[4] Adelung, Gramm.-krit. Wb. II (21796), 555.
[5] Schelling, Philos. d. Kunst (!1803–04), SW I, 5, 484.
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